Das größte Volksfest im Limpurger Land hat nichts an Anziehungskraft verloren – zum 84. Gaildorfer Pferdemarkt strömten bei herrlichem Sonnenschein wieder tausende von Besuchern. Der Vortrag des Pferdezuchtvereins Schwäbischer Wald am Freitag im gut gefüllten Kernersaal läutete den Gaildorfer Pferdemarkt vollends ein.

Erstmals in der Geschichte des Pferdemarkts fand die Stutenprämierung am Samstag statt. Auf seinem Stammplatz am Montagvormittag war dieser Programmpunkt  kein Zuschauermagnet. Im Vergleich dazu war der Auftrieb der 80 Stuten auf der Kocherwiese jetzt besser besucht. Auch wenn die Präsentation „Ross und Forst“ dieses Mal erst am Nachmittag begann, der Wettbewerb der Holzrücker bleibt einer der Höhepunkte des Pferdemarkts. Der auch für Zuschauer ohne spezielle Pferdekenntnisse überaus spannende Wettbewerb konnte erneut mit Rekordteilnehmerzahl aufwarten.

Pferdemarkt 2020: Jazzfrühschoppen im Kernersaal

Volksfest Pferdemarkt 2020: Jazzfrühschoppen im Kernersaal

Beim Holzrücker-Wettbewerb des Pferdemarkts kam kaum ein Gespann fehlerfrei durch den Parcours

Die Besucher nutzten die Gelegenheit mit ihrem Besuch bei den Holzrückern, mitten in der Stadt Mensch und Pferd bei einer Arbeit zu erleben, die man sonst nur im Wald beobachten kann. Und der Parcours, den Hermann Kirschstein,  Werner Bohn sowie ihre Mitstreiter vom Kreisforstamt Hall und Pferdezuchtverein Schwäbischer Wald „gesteckt“ hatten, der hatte es wieder in sich. Fehlerfrei kam diesmal kaum ein Gespann durch.

Ein Anziehungspunkt war auch diesmal wieder die Körhalle. Da lockten der Kinderparcours und das Weindorf. Strahlende Kinderaugen und zufriedene Eltern, die ihren Nachwuchs gut aufgehoben wussten – wenngleich der Besuch am Samstag am Vor- und Nachmittag hinter den Erwartungen zurückblieb. Ein Grund: Einige Besucher des Holzrückwettbewerbs kamen erst nach dem Mittag in die Stadt, während sie im vergangenen Jahr ihren vormittäglichen Besuch auf der Kocherwiese in der Körhalle hatten ausklingen lassen.

Pferdemarkt 2020: Das Holzrücken

Volksfest Pferdemarkt 2020: Das Holzrücken

In der Körhalle gibt es wie gewohnt volle Sitzreihen

Abends gab es dann in der Körhalle wieder die gewohnt vollen Sitzreihen bei ausgelassener und guter Stimmung. Was gut ankam: Keine Kapelle spielte auf,  so war an den Tischen eine Unterhaltung in fast normaler Zimmerlautstärke möglich.

Am Sonntag war der Ansturm riesengroß. Schon gegen 11 Uhr strömten die Menschen aus allen Richtungen in die Stadt. Es gab kaum mehr ein freies Plätzchen. An den Ständen rund um die Körhalle herrschte überall ein emsiges Treiben – ebenso in der Innenstadt und rund um das Alte Schloss. Im Innenhof wurden wieder die Spezialitäten gereicht: der Pferdemarkt-Salzkuchen und die ungarische Gulaschsuppe – was nicht zuletzt die Gäste aus der ungarischen Partnergemeinde Budajenö gefreut haben dürfte.

Geht es nach der Zahl der noch freien Parkplätze zur Mittagszeit, so dürften wieder mehr Besucher als im vergangenen Jahr in der Stadt gewesen sein. Der kostenlose Buspendelverkehr in die Innenstadt wurde dieses Jahr verstärkt genutzt. Beim Jazzfrühschoppen der Kulturschmiede im Kernersaal der Limpurghalle war es wie immer: ausverkauft. Und auch bei der Pferdeschau in der Reithalle waren freie Plätze rar.

Pferdemarkt 2020: Die Pferdeprämierung

Volksfest Pferdemarkt 2020: Die Pferdeprämierung

Was macht das Wetter?

Am Montag strebt der 84. Pferdemarkt seinem Höhepunkt mit dem Umzug durch die Innenstadt (ab 14 Uhr) zu. Mit einigen Sorgen wurden die Wettervorhersagen in den vergangenen Tagen beobachtet. Die Frage, ob der Umzug wegen Sturm abgesagt werden muss, wird erst am heutigen Montag entschieden. Weiter auf dem heutigen Programm stehen die Kutschenprämierung am Vormittag und der große Krämermarkt.