Wir möchten etwas Schönes für die Ortsmitte entwickeln“, so Gaildorfs Bürgermeister Frank Zimmermann bei der Sitzung des Ottendorfer Ortschaftsrats am Montag. „Mit ihnen zusammen“, betonte er. Niemand sei gezwungen mitzumachen, niemand werde in der Nutzung seines Grundstückes eingeschränkt, der Mostverein kann im Farrenstall bleiben wie auch das Rote Kreuz im ehemaligen Feuerwehrmagazin. „Ich sage dies ausdrücklich, damit es keine Missverständnisse gibt“, stellte Zimmermann klar. „Wer aber mitmachen möchte, ist herzlich willkommen.“

Im Rahmen der Ortssanierung fertigte die Stadtentwicklung Stuttgart (STEG) mehrere Entwürfe als vorbereitete Untersuchung – die Ziele: die Ortsmitte einladender gestalten, Bausubstanz erhalten, eine bessere Parkplatzsituation, die Verbesserung und Aufwertung des Wohnangebotes. „Unsere Entwürfe sind zurückhaltend“, erläuterte Hannes Munk von der SEG. Im Blick war das Quartier an der Lindenstraße/Kocherstraße. Die den Ort durchschneidende Bundesstraße und die topografisch schwierige Lage des Quartiers sorgen für die Rahmenbedingungen.

Lindenplatz soll neu gestaltet werden

Munk schlug vor, mit einer Umgestaltung des Parkplatzes an der Kirche die Zahl der dortigen Parkplätze von acht auf 14 zu erhöhen. Weitere fünf bis sechs Stellplätze könnten durch die Umgestaltung der großen Scheune entstehen. Im oberen Stockwerk seien Veranstaltungsräume möglich. Munk zeigte dazu Fotos gelungener Umgestaltungen von Scheunen aus anderen Orten. Die Entschärfung der Parkplatzsituation ermögliche eine Neugestaltung des Lindenplatzes, „damit dieser zum Verweilen“ einlade. Dazu gehöre auch die Umwandlung der Tempo-30-Zone in eine verkehrsberuhigte Zone und in eine Einbahnstraße. Die Ausfahrt erfolgt dabei über die Kocherstraße. Munk ließ noch weitere Vorschläge folgen, so zum Beispiel den Bau eines kleinen Backhauses oder zur Gestaltung der Straßen und Wege.

Der Bezirksbeirat zeigte sich zufrieden mit den Vorschlägen. Die Räte erhielten die Ausfertigung der Entwürfe zur Durchsicht. Ihre Vorschläge sollen in einen überarbeiteten Entwurf einfließen, der dann wieder im Bezirksbeirat zur Diskussion gestellt wird. Der maximale Zeitrahmen zur baulichen Umsetzung der Vorschläge beträgt acht Jahre, was sich aus den Vorgaben der Ortssanierung ergibt.