Der Zugang von der Spöcker Straße zur Kirche in Ottendorf soll barrierefrei werden. Darüber herrscht schon länger Einigkeit. Die Gelegenheit schien nun günstig, da die Treppe sanierungsbedürftig ist. Die Planungen für den geschwungenen Weg stellte die Stadtverwaltung bei dem Ottendorfer Bezirksbeirat bei dessen Sitzung im Mai vor. Da zeigte sich dann aber, dass auch die Kirchengemeinde eigene Planungen für die Gestaltung des Bereiches vor der Kirche hat: Dort soll ein Platz entstehen, der beispielsweise nach dem Gottesdienst zum Gespräch und Verweilen einladen soll. Und damit dieses als „Ständerling“ bezeichnete gemütliche Beisammensein vor praller Sonne oder leichtem Regen geschützt ist, plante die Kirchengemeinde in diesem Bereich – der durch die Rampe durchschnitten werden würde – eine Zeltüberdachung. Im Bezirksbeirat war man sich im Mai einig, dass die Stadt das Gespräch mit der Kirchengemeinde suchen sollte, zumal die für die Rampe benötigten Flächen nicht der Stadt, sondern der Kirche gehören.

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Treppe an der Kirche wird schmaler

Eine Lösung konnte gefunden und jetzt bei der Sitzung des Ottendorfer Bezirksbeirats am Montag vorgestellt werden: Die neue Treppe, die Rampe und die ebene Fläche für Veranstaltungen sind auf der relativ kleinen Fläche möglich. Die Rampe wird eine Steigung von 6,5 Prozent haben, was nach Aussage von Manfred Sonner vom Verbandsbauamt für Menschen mit einem Rollator noch geeignet ist. Einen Kompromiss muss man bei der Breite der Treppe eingehen. Diese ist dann nur noch zwei Meter breit. Durch die Verlegung mündet die Treppe weiter unten auf den Gehweg, der dort breiter ist. Da für den Bau ein erheblicher Eingriff in das Gelände notwendig wird, muss der Bewuchs entfernt und später wieder neu angelegt werden. Die Kosten für den neuen Zugang werden auf 125.000 Euro geschätzt.

Auch die steile Treppe auf dem Friedhof soll durch eine Rampe ersetzt werden. Dies gestaltet sich durch den Höhenunterschied wie auch durch die Anordnung der Gräber als schwierig. Die nun vom Verbandsbauamt vorgestellte Lösung sieht im unteren Teil den Weg auf einem Damm und im oberen Teil in einem Einschnitt mit einer Steigung von 10 Prozent vor. In der Mitte ist ein Art Podest vorgesehen, das den Zugang in das Gräberfeld in diesem Bereich ermöglicht.

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Zwei Birken werden gefällt

Das Podest liegt etwa 50 Zentimeter tiefer als das bisherige Gelände. Und damit beginnen die Probleme: Dort stehen zwei Birken, deren Wurzeln dadurch teilweise freigelegt werden. Auch seien Beschädigungen des Wurzelwerkes während der Bauarbeiten nicht auszuschließen, so stelle sich die Frage, ob man die Bäume nicht gleich fällen sollte. Nach längeren Diskussionen stimmte der Bezirksbeirat diesem Vorschlag von Sonner zu. Die anderen Birken entlang des Weges sollen aber nach Möglichkeit erhalten bleiben. Für die Gestaltung des Weges möchten die Ottendorfer noch weitere Vorschläge und Ideen einbringen.

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