Egal, ob man jetzt einen guten Umsatz macht oder sich einfach die Zeit gönnt, mit potenzieller Kundschaft oder Bekannten zu plaudern – mit der Aktion „Gaildorf kauft vor Ort“ zeigen sich alle Beteiligten zufrieden. Für Ruben Kehl vom Amt für Kultur, Touristik und Marketing der Stadt Gaildorf fiel der Besuch am Samstagvormittag eher „durchschnittlich“ aus. Aber das besserte sich. Am Ende sagte er: „Die Stadtverwaltung und die Gaildorfer Einzelhändler blicken positiv auf die erste Veranstaltung von ,Gaildorf kauft vor Ort’ zurück. Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie nutzten über die Erwartungen hinaus viele Gail­dorfer das geballte Angebot des Gaildorfer Einzelhandels. Die Besucherzahl lag über unseren Erwartungen.

Bürgermeister Frank Zimmermann lobte den Einsatz und das Engagement der Gaildorfer: „In schweren Zeiten ist der Zusammenhalt von Bürgern und Händlern noch mehr als sonst entscheidend. Mit ,Gaildorf kauft vor Ort’ wurde eine neue Plattform geschaffen, durch die der Zusammenhalt der Gemeinschaft erfahrbar und die Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Einzelhändler erneut sichtbar wurde. Ich bedanke mich im Namen der Stadt und der Einzelhändler bei allen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Kommen und ihren Beitrag zur gelungenen Aktion.“

Für die Stadtverwaltung war es wichtig, in Zeiten der Corona-
Pandemie ein Zeichen zu setzen und ein Stück des öffentlichen Lebens zurückzuholen. Gleichzeitig wollte man dem Einzelhandel und den Dienstleistern mit der Mini-Leistungsschau in der Körhalle ein Podium bieten, sich zu präsentieren. Denn, so Ruben Kehl, „manche Firmen sind eher unbekannt und konnten sich bei dieser Gelegenheit vorstellen“. Ein Beispiel sei zum Beispiel der Tischtennis-Partner „40 Millimeter“. Bernd Krey bietet mit seinem Unternehmen professionelles Tischtennis-Training an. „Wir können mit der Aktion den Anstoß geben, aber dann kommt es darauf an, was der Einzelne daraus macht“, so das Fazit von Kehl.
Eher als Präsenztermin denn als Tag des großen Umsatzes sah auch Alexandra Scheurmann vom Reiseparadies im Alten Rathaus den Aktionstag. Ein Thema an ihrem gelungen dekorierten Stand waren Motorradreisen. Mit ihrem Fachwissen stand die Spezialistin mit ihrem Mitarbeiter aber auch für alle anderen Fragen rund um das Thema Reisen zur Verfügung – und das kompetent und direkt, ohne in der Warteschleife eines anonymen Callcenters zu landen.
Richtig gebrummt hat das Geschäft am Samstag bei der Kaffeerösterei Kochergold. Kaum ein Besucher ließ sich die Chance entgehen, sich dort einen Becher frisch gebrühten Kaffees zusammen mit einem Stück Kuchen servieren zu lassen. Natürlich ging auch die eine oder andere Tüte Bohnen über die Theke. Wie kommt’s, dass der Kaffee aus Gaildorf so mild und aromatisch ist? Markus Zaklikowski verweist auf die lange Röstung der Bohnen. Dabei würden sie langsam von der Hitze durchdrungen und nicht nur an der Oberfläche behandelt. Der Aufwand lohnt sich, wie seine zufriedenen Kunden bestätigten.

Gaildorf

Ausnahme zulässig

Um die belebende Flüssigkeit genießen zu können, konnte an den bereitgestellten Biertischgarnituren auch die Maske abgenommen werden. Maximal durften 100 Personen gleichzeitig die Körhalle betreten. Darauf achtete die Security genau. Am Eingang mussten sich zudem alle Besucher die Hände desinfizieren und sich mit ihren Namen und Kontaktdaten in eine Liste eintragen. Auch die Uhrzeit des Besuches wurde vermerkt.

So wurden bis zum Nachmittag rund 300 Interessierte gezählt, so die Bilanz der Gaildorfer Stadtverwaltung. Eingang und Ausgang waren in der Körhalle getrennt. Der Zutritt war nur über den Haupteingang möglich. Raus ging’s Richtung Limpurghalle. Alle Türen waren an diesem Tag geöffnet und von Sicherheitspersonal besetzt.