Kurz vor Beginn der Corona-Krise hatte sich die Katzenhilfe Gaildorf 23 Tieren angenommen, die kastriert werden mussten. Dies gestaltete sich schwierig, da sich die Katzen rar machten. Also war stunden- und auch tagelanges Warten angesagt. Nach und nach gingen aber alle in die Falle und konnten schließlich versorgt werden.

Was die Helfer seit einem Jahr belastet, sind Waschbären an ihren Futterstellen. Sie treiben dort ihr Unwesen, verwüsten alles und fressen den Katzen das Futter weg. Die Waschbären sehen zwar niedlich aus, können aber Krankheiten übertragen und, wenn es um das Futter geht, auch rabiat werden.
Fast jeden Tag kommen im Schwäbisch Haller Tierheim Katzenbabys an. Wenn sie erst drei bis vier Wochen alt sind, müssen sie mit der Flasche großgezogen werden, was für die Tierhelferinnen mit sehr viel Arbeit verbunden ist. Momentan sind nahezu 30 Katzenbabys im Haller Tierheim.
Aktion „Tierweihnacht im Schuhkarton“ Fichtenberger Paar sammelt Spenden für Tierheime

Fichtenberg

Verstümmelte Katzen sorgen für Betroffenheit

Vom Herbst bis zum Frühjahr wird wieder großflächig kastriert, um das Katzenelend und die Inzucht einzudämmen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Katzenhilfe Gaildorf gerufen wird und 20 bis 30 Tiere vorfindet, manchmal auch noch mehr. Bei dieser Zahl bekommen sie oft nicht genügend Nahrung. Die Initiative versteht nicht, dass man so lange wartet, bis alles aus dem Ruder läuft, heißt es in einer Mitteilung. Obwohl schon viel kastriert wird, scheint die Katzenflut nicht weniger zu werden. Manche Menschen würden auch nicht wollen, dass man ihnen hilft.
Als vor zwei Jahren in Schwäbisch Hall mehrere Katzen kastriert wurden, waren alle gesund. Nun sind vier von ihnen verletzt und verstümmelt: Zwei haben Schwanzverletzungen, die anderen beiden sind an den Pfoten schwer verletzt, was mit starken Schmerzen verbunden ist. Dass alle vier Katzen von einem Auto angefahren worden sind, ist der Initiative zufolge schwer zu glauben: „Wir vermuten, dass ein Katzenhasser dies verursacht hat. Schade, dass Katzen nicht reden können, sonst wüssten wir genau, was geschehen ist.“

Katzenhilfe sucht Helfer

Die Katzenhilfe Gaildorf sucht tierliebe Menschen, die sich zutrauen, selbstständig Katzen zu fangen und sie dann zum Kastrieren zum Tierarzt zu fahren. Da die Katzenhilfe hauptsächlich aus einer Fängerin und Fahrerin besteht und in einem größeren Umfeld unterwegs ist, wäre Unterstützung wichtig. Die Fahrtkosten werden erstattet. Für Futterspenden ist man ebenfalls dankbar, da täglich mehr als 50 Tiere versorgt werden müssen. Bei der Baywa, im Rewe-Markt und bei Edeka stehen Futterboxen bereit.

Info


Katzenhilfe Gaildorf, Telefon 0 79 71 / 55 55.