Gaildorf Gaildorf hofft auf zwei Millionen Euro

Das Becken im Mineralfreibad auf dem Kieselberg soll saniert werden. Das Foto zeigt eine Schwimmerin beim 13. Günter-Behnert-Gedächtnisschwimmen am 9. Juni.
Das Becken im Mineralfreibad auf dem Kieselberg soll saniert werden. Das Foto zeigt eine Schwimmerin beim 13. Günter-Behnert-Gedächtnisschwimmen am 9. Juni. © Foto: Mathias Welz
Gaildorf / Cornelia Kaufhold 14.09.2018
Der Bund hat kurzfristig ein Förderprogramm für die Sanierung von Bädern aufgelegt. Die Stadt ist dabei. Bürgermeister Frank Zimmermann ist „guter Dinge, dass wir zum Zuge kommen“.

Nach 13, teils lebhaft diskutierten Bausachen hat die Stadtverwaltung für den technischen Ausschuss in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause eine Überraschung parat: Sie hat Geld für die Sanierung des Lehrschwimmbeckens und des Freibads gestellt. Wenn’s gut läuft, kassiert sie zwei Millionen Euro.

Mitten in den Ferien, am 6. August, landete im E-Mail-Fach der Stadtverwaltung ein Projektaufruf für ein „Bundesprogramm 2018 zur Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. „Wir hatten nur ganz kurz Zeit, gerade mal drei Wochen, um die Projektidee zu entwickeln und einzureichen“, berichtet Dr. Daniel Kuhn in der Sitzung am Dienstagabend im Rathaus.

Der persönliche Referent von Bürgermeister Frank Zimmermann holte die Pläne für den zweiten Sanierungsabschnitt des Lehrschwimmbeckens, die Sanierung des Beckens im Mineralfreibad und die Erneuerung des Betriebsgebäudes aus der Schublade und reichte sie, ergänzt um Grobkonzepte für weitere Sanierungsbausteine, ein.

Großer Sanierungs-Rückstand

Die Modernisierung der Badewassertechnik konnte die Stadt nicht geltend machen, „denn dafür gibt’s bereits ERL-Mittel, die an die Energieeinsparung gebunden sind“. Der Fokus des neuen Programms liegt auf Bädern mit überdurchschnittlichem Sanierungs-Rückstand, was aufs Lehrschwimmbecken wohl zutrifft. Im Oktober werden die einzelnen Projekte ausgewählt, für die kurzfristig ein „konkretisierter Förderantrag“ gestellt werden kann. Über die Anträge müsse aus haushaltsrechtlichen Gründen noch in diesem Jahr entschieden werden.

Die Förderquote liegt bei 45 Prozent, was laut Kuhn rund 1,9 Millionen Euro entspricht, die 55 Prozent Eigenanteil machen rund 2,325 Millionen Euro aus. Wie Kuhn weiter informierte, müssen die Maßnahmen im Jahr 2021 abgeschlossen und 2022 abgerechnet sein. „Ich bin guter Dinge, dass wir zum Zuge kommen“, sagte Bürgermeister Frank Zimmermann. Sein Optimismus gründet sich auf die Tatsache, dass das Programm mit einer ungewöhnlich kurzen Einreichungsfrist und mitten in den Ferien aufgelegt wurde. Die Stadt wird die Zustimmung des Gemeinderats nachreichen. Das Gremium will am 26. September tagen. Unter den Bausachen, über die der technische Ausschuss zu befinden hatte, befand sich ein Antrag auf Sanierung der Gebäudesubstanz auf dem Hofgut Kieselberg. Im Erdgeschoss plant der Bauherr eine neue Küche inklusive Vorraum, Lager und Kühlraum. Das Obergeschoss soll, wie Lea Hoffmann vom Stadtbauamt erläuterte, um einen Schlafraum und ein Gästezimmer erweitert werden. Das Gremium gab einstimmig sein Einvernehmen.

Ebenso winkte er den Antrag auf Nutzungsänderung im ehemaligen Kaffeehaus am Schloss durch. Der neue Pächter will in dem denkmalgeschützten Forsthaus die Küche aus dem Erdgeschoss in den Abstellraum im ersten Stock verlegen. „Die bisherige Raumaufteilung bleibt bestehen, baulich wird nichts verändert“, zitierte Hoffmann aus der Vorlage.

Spöck wächst

In Spöck möchte ein Bauherr eine Scheune mit Stall abreißen und dort ein Haus mit Doppelgarage errichten. Die Bausache passierte den Ausschuss einstimmig wie der Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in Winzenweiler. Auch im Baugebiet Billmerweg in Eutendorf wird ein weiteres Einfamilienhaus mit Doppelgarage gebaut. Dieses Bauvorhaben nahm der Ausschuss lediglich zur Kenntnis.

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