Mitglieder und Freunde der Kulturschmiede hatten es       geahnt, aber gehofft, dass es nicht so weit kommen möge. Nun die Entscheidung: Eines der wichtigsten europäischen Festivals der Bluesszene, das Gaildorfer Bluesfest, wird 2021 nicht über die Bühne gehen. Der Veranstalter hat sich nach reiflicher Überlegung dazu durchgerungen. Und nun die gute Nachricht: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
In ihrem Newsletter, über Weihnachten versandt, lässt die Kulturschmiede das Corona-Jahr 2020 Revue passieren. Für  Musiker und Veranstalter sei es „ohne Zweifel ein hartes Jahr ohne Auftritte, ohne Einkommen“ gewesen. Erinnert wird an die wenigen Veranstaltungen; vier der geplanten Konzerte mussten abgesagt werden, die Kulturkneipe Häberlen ist seit März geschlossen.
„Wir alle wissen“, kommen die Bluesfest-Macher zur Sache, „dass  die Corona-Pandemie auch im nächsten Jahr nicht einfach vorbei ist“. Daher sei es „für uns sehr schwierig, wenn nicht sogar fast unmöglich, Veranstaltungen zu planen“. Vor diesem Hintergrund habe man beschlossen, das 27. Bluesfest zu verschieben: „Ein Bluesfest mit Abstandsregeln können wir uns beim besten Willen nicht vorstellen“.
Trotz allem sei die Kulturschmiede „immer noch in der      glücklichen Situation, durch Corona nicht in ihrer finanziellen Existenz gefährdet zu sein“. So paradox es klingen mag, auch durch die Absage von Konzerten – die ja in der „bluesfestlosen“ Zeit bezuschusst werden müssen. Denn in der Regel lege der Verein bei Veranstaltungen in der Kneipe drauf, „was in diesem Jahr ausblieb“. Die Kulturschmiede möchte deshalb die Hilfsorganisationen „Govinda“, die sich für Waisenkinder und den Bau von Schulen in Nepal engagiert, die Afrikahilfe der „German Doctors“ und den Verein „Klimaschutz durch Aufforstung“ mit einer Spende unterstützen.