Weil sie im Jahr 2009 so freundlich aufgenommen und hervorragend bewirtet wurden traf sich die ehrenwerte Fritzengesellschaft erneut im Vereinsheim der Schützen in Eutendorf.

Hausherr Gerhard Mährle, der Optima-Fritz, hatte alles im Griff, wofür er im Lauf des Abends auch einen Orden erhielt. Aus Gschwend oder Sulzdorf, aus allen Himmelsrichtungen waren die Fritzen und Friedels angereist, um gemeinsam ihr Fritzenfest anlässlich des Namenstags der Fritzen zu feiern. Nur die Freunde aus Hengstfeld waren nicht da, weil sie mit sich selbst beschäftigt waren. Aber im nächsten Jahr, beim großen Jubiläum zum 150-jährigen Bestehen der Fritzengesellschaft Gaildorf-Limpurger Land, sind sie dabei.

Friedrich Bareis, der in Täferrot ein Küchengeschäft betreibt, hatte von der lustigen Sache gehört und in der Zeitung gelesen. Er und seine Frau Marlene fühlten sich wohl in der geselligen Runde. Sie machten mit und lachten mit. Auch der Höhepunkt, die spektakuläre Fritzentaufe, vor der manche Kandidaten schon die Flucht ergriffen haben, schreckte den späteren Küchenfritz nicht.

Ob Generalfritz, Adjutantfritz, Agentfritz, Zeltfritz, Sanifritz, Orgelfritz Paule, Nutella-Fritz oder Fridolin III., sie alle hatten ihre Aufgaben und lösten sie bestens. Dem Generalfritz Sanwald lachte das Herz, als er mit dem Klopinsel die Täuflinge, darunter auch "Frischblut", bespritzen durfte. Auch der Gaildorfer Bürgermeister Frank Zimmermann wäre dran gewesen, aber dann hätte er die Liederkranz-Hauptversammlung versäumt.

Wie es das Ritual vorschreibt, wurden die Neuen gewogen, auf vier Armen geschaukelt, mit Wasser besprüht und umbenannt. Friedrich Götz heißt jetzt Waldfritz, Friedrich Bareis Küchenfritz, Siegfried Engel Nachtwächterfritz, Wolfgang Gesierich Postfritz, seine Frau Birgit Elektro-Friedel, Erich Schrottenbaum wurde zum Bergführerfritz, Bianca Bauer zur Medizintechnischen Friedel und Brigitte Wieszt zur Busfahrerfriedel. Orden gab es natürlich auch. Für den fleißigen Festwirt und den Metallmeisterfritz, weil er immer was zum Programm beiträgt. Für den Kocherhaldenfritz, weil er schöne Bilder und Filme macht, und für den jungen Nutella-Fritz, weil er schon seit zehn Jahren zur Stange hält.

Frau Dr. Seifriedl, Frau Fritz und ihr Fritzle waren auch wieder Bestandteil des Abendprogramms. Und ebenso der Bär mit dem Bärentanz zum Geldeintreiben.