Bei 500 Besuchern ist Schluss. Wegen der Corona-Verordnungen muss der Eintritt ins vor einer Woche eröffnete Gaildorfer Freibad reglementiert werden. An den ersten Tagen war man von dieser Schwelle weit entfernt: Nur ein paar Dutzend Badegäste tummelten sich jeweils auf dem weitläufigen Areal.

Doch nun ist der Sommer da, und die Ticketverkäufe ziehen an: Rund 1000 Karten, berichtet Bürgermeister Frank Zimmermann, seien inzwischen über das Online-System verkauft worden. Die Badegäste müssen sich vorab für den Besuchstag sowie das Vormittags- oder Nachmittags-Zeitfenster entscheiden. Dazwischen wird das Bad gereinigt und desinfiziert.
Bezahlt werden kann entweder über den Anbieter „PayDirekt“ oder mittels „GiroPay“. Bei manchen Badegästen sorgt das für Probleme: Wer mit Online-Banking nicht vertraut ist, kommt an dieser Stelle nur schwer weiter. Die Stadtverwaltung schafft nun Abhilfe, indem im Ausnahmefall auch telefonische Bestellungen möglich gemacht werden (siehe „Info“). Man wünscht sich allerdings auch künftig, dass möglichst viele Badegäste das Online-Formular nutzen. Dort werden auch gleich die Kontaktdaten hinterlegt.

Barzahlung ist beim Freibad Gaildorf nicht möglich

Etwas einfacher wäre der Bezahlvorgang mit dem Anbieter PayPal. Doch die Integration hätte laut Kämmerer Matthias Kunz rund sechs Wochen gedauert. „Dass wir das E-Ticket-System innerhalb kürzester Zeit einrichten konnten, ist dem glücklichen Umstand geschuldet, dass wir für unser Mensa-Buchungs-System bereits die deutschen Produkte ,GiroPay’ und ,PayDirekt’ im Einsatz hatten“, so Kunz. Zudem liegen die Gebühren bei Paypal mit 42 Cent pro Buchung um etwa 20 Cent höher als bei den beiden anderen Anbietern.
In der Gemeinderatssitzung am Mittwochabend ist der Bestellvorgang ebenfalls Thema. Der Zugang sei „nicht barrierefrei“, bemängelt Silke Manderscheid (SPD) – und lobt die neu geschaffene Möglichkeit der telefonischen Bestellung. Die Internetseite der Stadt sei „an Übersichtlichkeit kein Wunderwerk“. Auch die Suchmaschinenoptimierung lasse zu wünschen übrig. Frank Stettner (FWV) hakt nach, weswegen eine Barzahlung nicht vorgesehen ist. Um persönliche Kontakte so gering wie möglich zu halten, erläutert Kunz. „Wir haben uns der Herausforderung gestellt und machen das Bad auf“, bekräftigt die Erste Beigeordnete Tanja Ritter. „Man darf nicht vergessen, dass wir noch immer eine Pandemie haben! Das bringt eben auch Einschränkungen mit sich.“

Info


Eintrittskarten kann man online  kaufen. Wer über keinen Online-Banking-Zugang verfügt, kann sich ans Amt für Kultur, Tourismus und Stadtmarketing unter Telefon 0 79 71 / 25 31 38 wenden. Gekauft wird dann im Lastschriftverfahren. Die Stadtverwaltung appelliert an alle Badegäste, den neuen Service nur in absoluten Ausnahmefällen in Anspruch zu nehmen.