Es verursacht Feinstaub und erschreckt Tiere: Ist Feuerwerk noch zeitgemäß? Diese Frage stellt man sich seit geraumer Zeit in vielen Städten, die bislang zu besonderen Anlässen Raketen und Leuchtkugeln gen Himmel schossen – auch in Gaildorf. Denn zum Floßfest, das dieses Jahr Mitte Juni stattfinden soll, war ein Feuerwerk eigentlich fest eingeplant. Nachdem manche Stadträte jedoch angeregt hatten, den Programmpunkt zu streichen, befand am Mittwoch der Technische Ausschuss darüber. Die Verwaltung hatte sich im Vorfeld klar pro Feuerwerk positioniert und den Beschlussvorschlag entsprechend formuliert. Man habe Alternativen wie etwa Wasserspiele geprüft, die seien aber teuer.

Eine Feuer- oder Lasershow wurde aus den Reihen der Ausschussmitglieder als Alternative angeregt. Frank Stettner (FWV) sprach sich dafür aus, dem Beschlussvorschlag zu folgen, die genannten Anregungen aber für die Folgejahre aufzunehmen. „Ich verstehe beide Seiten“, erklärte er. „Das Feuerwerk war ein Publikumsmagnet“, erinnerte sich Jürgen Jäckel (FWV) ans Vorjahr, „viele sind deswegen geblieben.“ Christina Schlögl und Margarete John (beide SPD) positionierten sich hingegen klar gegen das Feuerwerk. „Ich glaube, dass das ohnehin in den kommenden Jahren komplett von der Bildfläche verschwunden sein wird“, gab Letztere zu Protokoll.

Mit fünf Ja-, drei Neinstimmen und zwei Enthaltungen folgte der Technische Ausschuss schließlich dem Beschlussvorschlag. Somit wird es auch in diesem Jahr beim Floßfest ein Feuerwerk geben.