Fichtenberg Fichtenberger halten eine Legende am Leben

Als Andenken an den beliebten Sportler und Freund übernahm Klaus Wohlfarth den alten BMW 320 Judd V8.
Als Andenken an den beliebten Sportler und Freund übernahm Klaus Wohlfarth den alten BMW 320 Judd V8. © Foto: KW
Fichtenberg / 02.08.2018
BeimTuning-Spezialisten KW wird der legendäre Rennwagen von Georg Plasa neu aufgebaut.

Beim 25. Goodwood Festival of Speed feierte der legendäre BMW 320 Judd V8 des 2011 bei einem Bergrennen verstorbenen Ausnahmebergrennfahrers Georg Plasa sein Comeback. KW-Geschäftsführer Klaus Wohlfarth und Georg Plasa verband eine enge Freundschaft. Als Andenken an den Oberbayern baute ein Team des Fichtenberger Tuning-Spezialisten den BMW auf. Zur Jubiläumsausgabe des Goodwood Festivals wurde die Mannschaft samt Rennwagen vom Veranstalter, Charles Gordon-Lennox, 11. Duke of Richmond, eingeladen. Bei der britischen Motorsportveranstaltung startete der BMW nicht etwa als Showprogramm, sondern nahm ganz im Sinne von Georg Plasa am Wettbewerb teil. In Großbritannien sorgte der BMW für eine Überraschung. Mit einer Zeit von 46,43 Sekunden war der alte Dreier das schnellste Fahrzeug mit herkömmlichem Verbrennungsmotor und musste sich nur den Elektro-Rennwagen Volkswagen I.D. R Pikes Peak (43,86 Sekunden) und dem Elektro-Sportwagen NIO EP9 (44,32 Sekunden) im „Shootout-Finale“ geschlagen geben.

Für die europäische Bergrennsport-Community ist Georg Plasas BMW der Sieger der Herzen. Wie kaum ein anderer hat er die internationale Bergrennsport-Gemeinde geprägt und das nicht nur durch seine zahlreichen Streckenrekorde. Der stille Mann aus Oberbayern war einer der ersten, der in seinem Tourenwagen Ende der Neunzigerjahre und Anfang der 2000er-Jahre Formel-1-Technik einsetzte. Noch heute sind viele seiner Rekorde gültig.

Plasa verunglückte bei einem Bergrennen mit seinem BMW 134 Judd tödlich. Als Andenken an den beliebten Sportler und bodenständigen Menschen übernahm KW-Geschäftsführer Klaus Wohlfarth den alten BMW 320 Judd V8. Zwar wurde der Rennwagen regelmäßig gepflegt, um an Georg Plasa zu erinnern, aber der Wagen war nicht rennfertig. Es fehlten viele Komponenten wie etwa Aufhängungs- und Anbauteile. Schwierig gestaltete sich der Wiederaufbau in den Wintermonaten, da es sich dabei größtenteils um Einzelanfertigungen handelte, die man nirgends kaufen konnte. Beispielsweise nutzte Georg Plasa Reifen mit einer einzigartigen Mischung auf Felgen in einer Größe, die davor und danach nie wieder hergestellt wurden.

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