Gschwend Ferienhaus wird wieder aufgebaut

Die Feuerwehr ist bei dem Brand in Horlachen im Januar mit 69 Personen und elf Fahrzeugen im Einsatz.
Die Feuerwehr ist bei dem Brand in Horlachen im Januar mit 69 Personen und elf Fahrzeugen im Einsatz. © Foto: Archiv/Joachim Hauenstein
Gschwend / Jochen Höneß 18.07.2018
In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause befasst sich der Gschwender Gemeinderat mit einer ganzen Reihe an Bauvorhaben – darunter eines mit einer traurigen Vorgeschichte.

Es ist ein kalter Sonntagnachmittag, als die Feuerwehren aus Gschwend, ­Altersberg und Gmünd zu einem Brand nach Horlachen ausrücken. Eine Scheune am Hagberg steht lichterloh in Flammen, auch ein angrenzendes Haus aus dem Jahr 1820 wird in Mitleidenschaft gezogen. Der Schaden beträgt mehr als 100.000 Euro; die Brandursache kann nicht abschließend geklärt werden. Einzig Brandstiftung schließen die Experten von Kripo und Feuerwehr aus.

Dieser Vorfall liegt inzwischen ein gutes halbes Jahr zurück – und gelangt nun wieder in den Fokus der Öffentlichkeit, da der Gschwender Gemeinderat am vergangenen Mittwoch in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause auch über die abge­brannten beziehungsweise beschädigten Gebäude am Hagberg sprach. Dem Gremium lag nun ein ­Bauantrag zur Entscheidung  vor: „Wiederaufbau eines Ferien­hauses und einer Scheune nach Brand“. Wie Bürgermeister ­Christoph Hald erläuterte, gibt es vonseiten der Verwaltung keine Einwände gegen die Wiederaufbaupläne. Es brauche lediglich eine Befreiung von der Dachgaubensatzung. Und die Parkplatz­situation müsse gesondert geklärt werden. Unter dieser Prämisse hatten die Räte keine Einwände und erteilten einstimmig das Einvernehmen.

Carport, Schuppen, Dachgauben

Ebenfalls einstimmig machte der Gemeinderat den Weg frei für den Bau eines Carports mit Überdachung und Windfang in der Gschwender Lindenstraße, für einen Hühnerstall samt Vordächern auf dem Birkhof, für einen Geräteschuppen am Dorfplatz in Schlechtbach, einen Bewegungsplatz für Pferde im Spittelhof 8 sowie für Dachgauben in Frickenhofen und Honkling. Über die erste Befreiung vom Bebauungsplan „Badsee“ für ein Einfamilienhaus samt Carport im gleichnamigen neuen Gschwender Baugebiet hatte der Gemeinderat ebenfalls zu entscheiden – und gab auch hier einstimmig seinen Segen.

Bei einer Enthaltung wurde ebenso einem Weideunterstand samt Stellplatz für einen fahrbaren Schafstall und einen Bauwagen samt Einzäunung in Mittelbronn-Bruckenhaus das Einvernehmen erteilt. Das Landratsamt des Ostalbkreises hatte die Eigentümer aufgefordert, entsprechende Baugesuche nachträglich einzureichen. Bürgermeister Hald sprach in der Ratssitzung von einer „ungeordneten Situation“, die dort im Laufe der Jahre entstanden sei. Durch die Einreichung des Baugesuchs sei nun die Ordnung wiederhergestellt.

Das letzte Baugesuch auf der Tagesordnung war schließlich ein nicht alltägliches: Unweit des Bauhofs soll auf gemeindeeigenem Grund eine „Verwahrstation für Wildabfälle“ in Form einer Fertiggarage errichtet werden. Diese wird benötigt, falls im Ostalbkreis die afrikanische Schweinepest ausbrechen sollte und könnte dann laut Gemeindeverwaltung auch für zahlreiche angrenzende Gemeinden von Bedeutung sein (Bericht folgt).

Preis für einzelnes Flurstück festgelegt

Das Flurstück 1290 im neuen Baugebiet Badsee wurde erst durch das Anlegen diverser Stichstraßen bebaubar. Somit liegt es nicht in der Abrechnungseinheit des ersten Bauabschnitts. Der Gemeinderat beschloss nun einstimmig, den Quadratmeterpreis auf 135 Euro festzulegen. johö

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