Gaildorf Feierabendheim wird zum " Haus Lichtblick"

Cornelia Dähmlow vor dem künftigen "Haus Lichtblick", in dem 19 Seniorenapartments eingerichtet werden. Sie wird es ehrenamtlich leiten.
Cornelia Dähmlow vor dem künftigen "Haus Lichtblick", in dem 19 Seniorenapartments eingerichtet werden. Sie wird es ehrenamtlich leiten. © Foto: Cornelia Kaufhold
Gaildorf / CORNELIA KAUFHOLD 19.02.2014
Ins ehemalige Schwesternwohnheim in der Schulstraße ziehen Senioren ein. Die Freikirche der Adventisten hat das Haus gekauft und renoviert es.

Mit einem Altenheim soll das "Haus Lichtblick" nichts gemeinsam haben, sagt Cornelia Dähmlow. Sie wird das Haus leiten, ehrenamtlich, betont sie, während sie den Besuch durchs Haus führt. "Es soll eher wie eine Senioren-WG funktionieren." Die Atmosphäre im Haus soll familiär sein, man wolle sich gegenseitig unterstützen und füreinander da sein. Sämtliche Interessenten gehören zur Adventistengemeinde, "aber die Religionszugehörigkeit ist natürlich nicht zwingend, uns sind alle willkommen".

Auf den vier Stockwerken werden Wände gesetzt und versetzt und Raum für 19 ein- bis 3-Zimmer-Apartments mit Balkon oder Terrasse geschaffen. "Das Haus", findet Cornelia Dähmlow, "ist noch gut in Schuss, liegt sehr zentral und bietet wunderschöne Ausblicke auf die Stadt." Das Gemeinschaftsbad im Obergeschoss soll modernisiert und später als Therapieraum genutzt werden können. Darauf freut sie sich, "denn ich bin ja gelernte Masseurin". Neben dem Speisesaal gibt es Gemeinschafts- und Lagerräume, Wäsche- und Trockenräume. Die künftigen Mieter können ihre eigenen Möbel mitbringen und bei Bedarf zusätzliche Leistungen buchen, von Botengängen über Wäscheservice bis zur Pflege. Im nächsten Jahr soll ein adventistischer Pflegedienst gegründet werden. "Wir wollen den Leuten das Gefühl geben, dass sie in ihrem neuen Zuhause gut umsorgt sind, und wir wollen ein offenes Haus." Der erste Schritt dazu ist die Vortragsreihe "Newstart", die am Sonntag mit Erfolg begonnen hat und an den kommenden sieben Sonntagen fortgesetzt wird. Der Speisesaal war voll, freut sich Cornelia Dähmlow. Sie ist zuversichtlich, dass das Konzept für das "Haus Lichtblick" aufgeht. In ihrer Gemeinde hat sie einige freiwillige Helfer, die sie unterstützen und im Haus und im Garten mit anpacken wollen. "Sonst ist das nicht zu schaffen, zumindest nicht am Anfang." Demnächst nehmen die Handwerker das Haus in Beschlag, werden die Schwesternzimmer umbauen und renovieren. Für den 15. Juni ist ein Tag der offenen Tür geplant. "Und dann hoffen wir, dass die ersten Mieter einziehen und das Haus wieder mit Leben füllen."