Schwäbisch Gmünd Fasziniert von der Welt der Biologie

Diese Matysik-Arbeit aus Plastilin trägt den Titel „pulcheria sensitiva“ (allerliebste empfindliche).
Diese Matysik-Arbeit aus Plastilin trägt den Titel „pulcheria sensitiva“ (allerliebste empfindliche). © Foto: VG Bild-Kunst Bonn 2018
Schwäbisch Gmünd / pm 14.09.2018
Reiner Maria Matysik zeigt ab Freitag in der Galerie im Prediger in Gmünd Werke unter dem Titel „Seestück mit Gebilden“.

Ist Leben durch Kunst gestaltbar in einer Welt, in der Lebensformen nicht mehr nur durch Mechanismen der Evolution, sondern direkt von Menschenhand gesteuert werden? Ja, meint der Berliner Künstler Reiner Maria Matysik. Seit Jahren reflektiert er die Zukunft des Lebens im Zeitalter der Biowissenschaften und in einer durch den Menschen künstlich gestalteten Natur.

„Seestück mit Gebilden“ ist Matysiks Ausstellung überschrieben, die nun in der „Galerie im Prediger“ in Schwäbisch Gmünd zu sehen ist. Die gleichnamige Installation wurde eigens dafür geschaffen. Mit Arbeiten aus weiteren Werkgruppen gibt die Schau Einblicke in Matysiks komplexes künstlerisches Arbeitsfeld, heißt es in der Einladung. Matysik ist fasziniert von der Biologie, die gleichsam inspiriert. An der Schnittstelle zwischen Mikrobiologie, physikalischer Manipulation und imaginärer Evolution entstehen Arbeiten in unterschiedlichen Kunstgattungen: Bildhauerei, Zeichnung, Installation, künstlerische Fotografie, Performance und Videokunst.

Reiner Maria Matysik, geboren 1967 in Duisburg, lebt in Berlin. Er studierte Freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und an den Ateliers Arnhem. Seit 2016 ist er Professor an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Er ist Mitglied des Deutschen Künstlerbundes. Über die Jahre wurden seine Arbeiten in ganz Europa ausgestellt – von der Kunsthalle Bern bis zur Fundación César Manrique in Lanzarote und dem Berliner Martin-Gropius-Bau.

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