Gschwend Fast unberührte Natur vor der Haustür

Blick von oben in die Bärenschlucht. Die Person auf dem Bild zeigt die Größenverhältnisse der Landschaft.
Blick von oben in die Bärenschlucht. Die Person auf dem Bild zeigt die Größenverhältnisse der Landschaft. © Foto: wp
Gschwend / Wolfgang Pfister 07.09.2018
Auf dem Gebiet der Gemeinde Gschwend gibt es imposante Sandsteinformationen. Teilweise mit seltsam klingenden Namen, wie die am Kultur- und Landschaftspfad Frickenhofer Höhe gelegene Teufelskanzel oder die Teufelsküche zwischen Birkhof und Humberg.

Besonders die Letztere ist eine Klinge mit hochragenden Felswänden und einer Höhle, die einige Meter weit in die Rückseite des Gemeindebergs dringt.

Nur einige Hundert Meter weiter findet man die „Bärenlöcher“, Felsformationen, die weniger bekannt, geologisch aber noch eindrucksvoller sind. Verschiedentlich wird die tief in die Landschaft eingeschnittene Schlucht auch als Bärenklinge bezeichnet. Massige, mit Moos, Gras und Farnen bewachsene Sandsteinfelsen liegen im Grund der Schlucht – fast unberührte Natur pur. Bei genauem Hinsehen erkennt man, an welchen Stellen der Felswände diese Steinriesen einst abgebrochen sind.

Am Ende der Klinge ist eine Höhle. Frische und vermoderte Baumstämme liegen und stehen kreuz und quer davor. Trotz der Trockenheit des diesjährigen Sommers plätschert Wasser aus den Felsritzen. Es ist die Quelle des Schlechtbachs, welcher, von weiteren Nebenbächen gespeist, an Humbach und Marzellenhof vorbei nach Schlechtbach fließt und in Birkenlohe in die Gschwender Rot mündet.

Höhlen zu entdecken

Links und rechts der Schlechtbachquelle gibt es unter überhängenden Felsen zahlreiche Höhlen und Grotten zu entdecken – die „Bärenlöcher“. Möglicherweise haben vor Jahrhunderten dort wirklich Bären gehaust, auf welchen die Namensgebung beruht oder der Name geht auf eine der zahlreichen Sagen und Legenden zurück, an welchen der Schwäbische Wald so reich ist.

Die „Bärenlöcher“ befinden sich auf der Rückseite des Gemeindebergs. Wo die Bundesstraße 298 eine scharfe Rechtskurve macht, biegt die Gemeindestraße nach Humberg ab. Gleich danach ist links ein Parkplatz.

Für trittsichere Wanderer

Gegenüber führt ein Weg abwärts in den Wald, den man nach rund einhundert Metern verlässt und sich links hält. Ein Trampelpfad führt talabwärts. Bald kann man von oben in die Schlucht einsehen. Vorsicht ist geboten, die Felswände fallen fast senkrecht ab.

Weiter unten ist das Gelände flacher und man kann den Hang bis zum Schlechtbach absteigen. Von dort hat man einen guten Blick zu den „Bärenlöchern“. Gutes Schuhwerk und Trittsicherheit ist wichtig, für kleine Kinder oder Personen mit Gehbehinderung ist die Besichtigung nicht zu empfehlen.

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