Fichtenberg Farbiges Formenspiel zwischen alten Möbeln

Die Kunsterzieherin und Lehrerin Mascha Wörner ist vom Konzept des Malspiels überzeugt.
Die Kunsterzieherin und Lehrerin Mascha Wörner ist vom Konzept des Malspiels überzeugt. © Foto: Karl-Heinz Rückert
Fichtenberg / Karl-Heinz Rückert 18.05.2018
Die Malerin Mascha Wörner stellt im privaten Museum ihres Vaters in der Fichtenberger Hirschgasse aus.

„Gemaltes bei Bemalten“, so betitelt Mascha Wörner die Ausstellung ihrer Arbeiten im privaten Museum ihres Vaters in der Fichtenberger Hirschgasse. Zwischen den bemalten Wörner-Möbeln aus vier Jahrhunderten wirken ihre Farb- und Formkreationen zeitlos.

Der Malstil von Mascha Wörner lässt sich nicht einordnen. Ohne Vorgaben von Themen, Motiven und künstlerischen Techniken entstehen aus Farben und grafischen Formen Bilder, die dem Betrachter intuitiv Raum zur Interpretation lassen. Die Grundschullehrerin und Kunsterzieherin ist von dem Konzept des Malspiels überzeugt. Es lässt spielerisch der Kreativität freien Raum und dient der Persönlichkeitsentwicklung ebenso wie therapeutischen Zwecken.

Aus Acryl oder Eitempera entstanden so instinktive „Bilder“, die an Landschaften oder Architekturen erinnern. Besonders der Glanz, der bei der Verwendung von Eitempera entsteht, das die Künstlerin als „Gemansche“ bezeichnet, rückt die bildhaften Ergebnisse in ein besonderes Licht. Das farbige Formenspiel ergänzt Mascha Wörner mit Skizzen, bei denen auch mal der Kugelschreiber dank seiner leichten Linienführung zum Einsatz kommt. Die Ergebnisse hat sie in Skizzenbüchern festgehalten.

In der Welt der bildhaften Künstler hat Mascha Wörner keine Vorbilder. Ihr liegt vor allem das befreite Malen am Herzen, das ohne kritischen Blick und ohne Bewertung den Betrachter erreichen soll. Diese Idee steckt auch hinter dem „Malort“, den die Kunsterzieherin nach Fortbildungen bei einer der ersten Malortbegründerinnen, Elisabeth Walder, in der Schweiz in ihrer Schule verwirklichen konnte. Dieser Grundidee entsprechend bietet sie nicht nur Schulkindern, sondern auch Menschen aller Altersklassen das gemeinsame Malspiel im „Malort Gaildorf“ im Centrum Mensch an.

Die Werke von Mascha ­Wörner sind auch noch am Sonntag, 10. Juni, von 14 bis 16 Uhr, im Mu­seum in der Hirschgaß’ 5 zu sehen.

Info

Malort Gaildorf, Centrum Mensch, Kochstraße 19, 07971/260373, E-Mail: mascha.woerner@googlemail.com, www.malort-gaildorf.de.

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