Erster Bericht über die Katastrophenhilfe auf den Philippinen

SWP 16.12.2013

Der Verein Help bekam über seine Koordinatorin Mel Maranan ihrer Partnerorganisation in Manila Kontakt zu einem Krankenhaus in der Stadt Ormoc auf der Insel Leyte. Hier der Bericht:

Hilfe für Helfer "Das Krankenhaus wurde schwer beschädigt und wird derzeit von den Mitarbeitern wieder aufgebaut und dient schon als Verteilstation für Hilfsgüter. Allerdings haben die 160 Bediensteten des Krankenhauses ihre eigenen Häuser durch den Taifun verloren und sind daher selbst auf Hilfe angewiesen, während sie vor Ort ihre Arbeit tun. Wir haben beschlossen, diesen 160 Mitarbeitern und ihren Familien jeweils einen Sack Reis zu spenden.

Steigende Preise Die Preise für Nahrungsmittel steigen in der Katastrophenregion, auch durch die nötigen Transporte dorthin. Mel Maranan, die vor Ort auch die Behandlung der Patienten von Help koordiniert, organisiert, dass wir Reissäcke für den moderaten Preis von 35 Euro pro 50 Kilo-Sack erhalten und diese vor Ort angeliefert werden. Diese 35 Euro sichern das Überleben einer Familie für einen Monat. Dadurch unterstützen wir den Wiederaufbau dieses Krankenhauses und hoffen, dass dort bald wieder Patienten behandelt werden können. Wir wurden auch gefragt, ob wir beim Wiederaufbau des Krankenhauses mit Baumaterial helfen können, doch das übersteigt unsere Möglichkeiten.

Medizinische Hilfe Ein Team von Ärzten (mehrere Kinderärzte, ein Chirurg, ein Internist) und Krankenschwestern kann mit einer C130-Hilfstransportmaschine nach Tacloban aufbrechen, um vor Ort medizinische Hilfe zu leisten. Die Möglichkeiten zur Mitnahme von Hilfsgütern sind hier aber etwas begrenzt. Wir haben ihnen eine erste Summe von 10 000 Euro für Medikamente und Medizintechnik sowie die nötigen Transporte zur Verfügung gestellt, welche sie nach Bedarf und den gegebenen Transport- und Einsatzmöglichkeiten abrufen werden. Dieser erste Einsatz in Tacloban soll zwei Wochen bis zum 25. Dezember dauern. Danach wollen die Helfer zu ihren Familien heimkehren. Anfang Januar ist dann ein weiterer solcher Einsatz in Tacloban vorgesehen, bei dem voraussichtlich größere Transportkapazitäten zur Verfügung stehen.

Für jede Familie einen Sack Reis
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