Gaildorf Zukunftswerkstatt stellt „Gaildorf 2030“ vor

Gaildorf / Klaus Michael Oßwald 05.07.2018
Zum Gaildorfer Samstag am 7. Juli informiert die Zukunftswerkstatt über ihre Arbeit. Und ein Rennen der gelben Gummitiere auf dem Kocher soll Verschönerungen auf dem Kieselberg ermöglichen.

Unermüdlich wird hinter den Kulissen geschafft: Die „Zukunftswerkstatt Gaildorf 2030“, die aus dem, durch Dutzende engagierter Bürger getragenen, Masterplan-Projekt hervorgegangen ist, hält damit die in der Geschichte der Stadt beispiellose Bürgerbeteiligung am Leben. Aktuelle Projekte sind Aktionen, um das Mineralfreibad auf dem Kieselberg attraktiver zu machen, und Untersuchungen, mit denen die Deutsche Bahn AG bewegt werden soll, den Westbahnhof barrierefrei umzugestalten.

Hunderte Enten am Start

Das Thema Freibad wird gleich am kommenden Wochenende wieder in den Mittelpunkt der Öffentlichkeitsarbeit rücken, mit der die Zukunftswerkstatt auf ihre Arbeit zum Wohl der Stadt aufmerksam machen will: Das zweite Benefiz-Entenrennen auf dem Kocher im Rahmen des Gaildorfer Samstags wird nicht nur für viel Spaß und Spannung sorgen. Vielmehr sollen Hunderte gelber Quietsche-Enten am kommenden Samstag möglichst viel Geld in die Kasse spülen, um die Verschönerung der idyllisch gelegenen Freibadanlage der Stadt finanzieren zu können.

Preise zu gewinnen

Gabriele Schagemann und Andrea Horlacher haben dazu in den vergangenen Wochen kräftig die Werbetrommel gerührt. Mit dem Ergebnis: Das Interesse der Bürger, sich für 4 Euro einen Startplatz beim Entenrennen zu sichern und damit an der Verlosung attraktiver Preise teilzunehmen, ist nach ihren Beobachtungen groß. Besonders freuen sie sich, dass der Vorrat an überdimensionalen Sponsoren-Enten – die von Firmen, Gruppen oder Privatpersonen als Werbeträger genutzt werden können – vollständig verkauft werden konnten. Reservierungen für das kommende Jahr sind bereits möglich.

Wer noch keine kleine Los-Ente hat und etwas für die Aufwertung des Freibads tun möchte, kann sich im Freibad, in der Stadtbücherei, bei der Buchhandlung Schagemann und bei Spielwaren Maier versorgen. Letzte Gelegenheit dazu besteht am Gaildorfer Samstag – also kommenden Samstag, 7. Juli – am Stand der Zukunftswerkstatt vor der Buchhandlung Schagemann.

Bahnhof ohne Barrieren

An diesem Stand erfahren interessierte Bürgerinnen und Bürger auch mehr über das Engagement der Zukunftswerkstatt. Auch über die Aktion „Barrierefreier Bahnhof“. Dieser Themenbereich ist etwas komplexer als die Aufwertung des Freibads. Weshalb sich die Zukunftswerkstatt – die sich hier anschickt, die sprichwörtlichen dicken Bretter zu bohren – mit ihrem Anliegen gleich an die maßgeblichen Stellen inderhalb der Bahn und der Nahverkehrsgesellschaft des Landes gewandt hat. Und geballt an Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker. Von diesen erhoffen sich die Aktivisten Unterstützung (ausführlicher Bericht folgt).

Das Ganze auch mit Blick auf die Gartenschau, die Gaildorf 2027 oder 2029 gerne ausgerichtet hätte. Nach dem negativen Bescheid – wir haben berichtet – soll es für die Zeit ab 2031 nun einen neuen Anlauf geben, wird die Mission Barrierefreiheit einer der Schwerpunkte in der Arbeit der „Werkstättler“ bleiben.

Übrigens: Auch die Gartenschaubewerbung stammt aus der Ideenschmiede von Masterplan-Arbeitsgruppe und Zukunftswerkstatt. Im Abschlussbericht zum Masterplan sind ausführlich in Wort und Bild die Zukunftsperspektiven skizziert, die sich Gaildorf durch eine Gartenschau eröffnen würden. Die Zeit dazu war aber offensichtlich noch nicht reif dafür.

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