Fichtenberg / swp  Uhr
Das Energiezentrum bietet ein Bildungsprojekt zu den Themen Klimaschutz und Energie an.

Im Fichtenberger Kindergarten gibt es seit Kurzem 18 kleine Detektive. Die Vorschulkinder haben am Projekt „Kleine Energiedetektive“ des Energiezentrums teilgenommen. Die Energieagentur bietet es kostenlos für die Kindergärten im Landkreis an. „Wir möchten die Kinder für die Themen Energie und Wassersparen sensibilisieren, sie neugierig machen und ihnen Möglichkeiten zum eigenen Handeln aufzeigen“, erklärt Caroline Mayer, die Klimaschutzmanagerin des Landkreises. Sie führt das Projekt durch.

Zwischen den Windrädern auf den Limpurger Bergen werden derzeite Polyethylen-Rohre verlegt.

Zu Beginn wird die Geschichte vom kleinen Umweltschreck vorgelesen, während im Erzähltheater die passenden Bilder dazu erscheinen. Die Geschichte handelt von zwei Kindergartenkindern, die gerne den Wasserhahn laufen und das Licht brennen lassen, wenn sie das Zimmer verlassen und lange vor dem offenen Gefrierschrank stehen und überlegen, welches Eis sie essen möchten. All das freut den energiehungrigen Umweltschreck, welcher bei Energieverschwendung immer dicker wird. Dann taucht die kleine grüne Fee auf und erklärt den beiden Kindern, warum es wichtig ist, sparsam mit Energie und Wasser umzugehen. Gemeinsam mit der Fee gehen die Kinder zu Hause und im Kindergarten auf Spurensuche, um den Umweltschreck so zu vertreiben.

Eine Plakataktion in den Arztpraxen des Ostalbkreises macht auf das Hilfetelefon aufmerksam. Zusätzlich sind am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, die öffentlichen Gebäude beflaggt.

In der Einheit lernen die Kindergartenkinder, wo Strom und Wasser herkommen und wie sie sparsam damit umgehen. Beim Thema Stromerzeugung staunen sie nicht schlecht über die großen Rauchwolken, die durch Kohlekraftwerke entstehen. „Bei den Windrädern ist das anders. Die machen keinen Rauch“, weiß ein Junge. „Woran erkennt man Geräte, die Strom verbrauchen?“, fragt Caroline Mayer. Die Antwort kommt prompt. „Alles mit Kabel braucht Strom und auch die Taschenlampe, obwohl sie kein Kabel hat, denn der Strom ist in den Batterien drin.“ Auch das Thema Wasser wird behandelt. In einem Kläranlagennachbau sehen die Kinder, wie aufwendig es ist, verschmutztes Wasser zu säubern.

Danach gehen die Energie­detektive mit der Klimaschutzmanagerin und den Erzieherinnen auf Spurensuche im Kindergarten. Überall finden sie Aufkleber vom kleinen Umweltschreck. An den Lichtschaltern, den Wasserhähnen, den Steckdosen und den Heizungen. An jedem Punkt lernen die Kinder, wie hier Energie und Wasser eingespart werden können: Licht beim Verlassen des Raumes ausmachen, die Heizung nicht bei gekipptem Fenster laufen lassen oder elektronische Geräte nach Gebrauch ausschalten. „Es ist wichtig, dass schon die Kleinsten in Kontakt mit dem Thema Energiesparen kommen“, erklärt die Klimaschutzmanagerin. „Später wird es immer schwieriger, schlechte Gewohnheiten abzulegen.“

Projekte sind kostenfrei

Das Projekt „Kleine Energiedetektive“ ist Teil einer ganzen Reihe von Projekten des Energiezentrums. Die Durchführung wird vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft gefördert, wodurch die Projekte kostenfrei angeboten werden können. Interessierte Schulen und Kindergärten erhalten unter 0 79 04 / 9 45 99 25 weitere Infos.