Gaildorf Einzug ins Haus, in dem Gemeinschaft gelebt wird

Dekan Uwe Altenmüller, Pfarrerin Katharina Merklein und Iris Simon­-Höfer durchtrennen das Absperrband.
Dekan Uwe Altenmüller, Pfarrerin Katharina Merklein und Iris Simon­-Höfer durchtrennen das Absperrband. © Foto: Brigitte Hofmann
Gaildorf / Brigitte Hofmann 04.12.2018
Mit einem Gottesdienst in der Kirche und einem Festakt weiht die evangelische Kirchengemeinde Gaildorf ihr frisch renoviertes Gemeindehaus ein.

Nach neunmonatiger Umbau- und Renovierungsphase ist es so weit. Das Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Gaildorf erstrahlt in neuem Glanz. Noch steht das Gerüst, weil die Fluchttreppe nicht angebracht ist. Auch über die farbliche Gestaltung und die Dekoration der Räume wollen sich die Verantwortlichen noch Gedanken machen.  Ansonsten aber sind die Arbeiten abgeschlossen.

„Aus lebendigen Steinen“

Am ersten Adventssonntag und damit zu Beginn des neuen Kirchenjahres waren Gemeindeglieder, Bauleute und Gäste zur Einweihung mit Festgottesdienst in der Stadtkirche und anschließendem Festakt im Gemeindehaus eingeladen. Das durfte allerdings erst betreten werden, nachdem Dekan Uwe Altenmüller, Pfarrerin Katharina Merklein und Iris Simon-Höfer, die zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderats, gemeinsam das rote Absperrband durchtrennt hatten.

 „Im Namen Gottes, zieht ein!“, ermunterte Dekan Altenmüller die vor dem Haus versammelte Gemeinde. Wichtig sei, sagte er später beim feierlichen Akt, dass es ein „Haus aus lebendigen Steinen“ sein möge. Ein Haus, in dem Gemeinschaft gelebt werde, in dem die Menschen die Botschaft Gottes hörten, darüber diskutierten und vielleicht sogar darüber stritten. Ein Versammlungsort für Gruppen und Kreise oder auch ein Ort, um Feste zu feiern. Außerdem soll das Haus ein Zeichen setzen dafür, dass Kirche für alle da ist, auch für Menschen anderer Kulturkreise und Flüchtlinge.

Dekan Altenmüller bedankte sich bei den 18 am Bau beteiligten Firmen, bei den Kirchengemeinderäten, Bauausschuss-Mitgliedern und Einsatzkräften aus den eigenen Reihen. Stellvertretend überreichte er Werner Steube, Dieter Elßer und Iris Simon-Höfer eine Rose, weil sie sich in besonderem Maß ins Zeug gelegt hätten.

Rund 700.000 Euro verschlingt die Renovierung. Die Brandschutzauflagen wurden verbessert, die Küche vergrößert, die sanitären Anlagen erneuert, ein barrierefreies WC eingebaut, manche Zimmer und der Treppenaufgang verändert, in Beleuchtung und Akustik investiert.

Gemeinsam engagiert

„Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, stellte der Dekan fest. Für die Gemeinschaftsaktion bedankte er sich auch bei Sponsoren und Spendern für ihr finanzielles Engagement. Gleichzeitig ließ er wissen, dass man etwa 70.000 Euro an Spenden benötige und noch eine Lücke klaffe.

Beim Stehempfang ergaben sich angeregte Gespräche, sämtliche Räume waren zur Besichtigung freigegeben, beim Adventsbasar im Erdgeschoss bot der Gustav-Adolf-Frauenkreis Berge von selbstgestrickten Socken an, und schließlich waren alle Gäste zu einem Teller Suppe eingeladen.

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