Der Vortrag des Pferdezuchtvereins Schwäbischer Wald am Freitag im gut gefüllten Kernersaal läutete den 83. Gaildorfer Pferdemarkt vollends ein. Mit dem Fuhrmannstag am Samstag auf der Kocherwiese nahm das größte Volksfest im Limpurger Land so richtig Fahrt auf – trotz des anfänglich noch unbeständigen Wetters. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit mit ihrem Besuch bei den Holzrückern, mitten in der Stadt Mensch und Pferd bei einer Arbeit zu erleben, die man sonst nur im Wald beobachten kann.

Bildergalerie Pferdemarkt 2019: die Kutschenprämierung

Eine Vielzahl von Kutschen bildeten am Samstagnachmittag den zweiten Teil des Fuhrmannstages. Ein Anziehungspunkt war auch diesmal wieder die Körhalle. Da lockten der Kinderparcours (Motto: Trekker, Springer und Gespanne) und das Weindorf. Gegen Mittag ging es dann so richtig los: strahlende Kinderaugen und zufriedene Eltern, die ihren Nachwuchs gut aufgehoben wussten. Der Ansturm in der Körhalle war riesengroß. Es gab kaum mehr ein freies Plätzchen – wie auch am Sonntag. Und auch an den Ständen rund um die Körhalle herrschte überall ein emsiges Treiben.

In der Stadt wird es voll

Etwas ruhiger ging es am Sonntag auf den Straßen in der Innenstadt zu. Doch das Interesse am verkaufsoffenen Sonntag in den Ladengeschäften war doch deutlich höher als im vergangenen Jahr – so der Eindruck, wenn es nach der Zahl der nur noch spärlichst vorhandenen freien Parkplätze zur Mittagszeit geht. Die Besucher verteilten sich auf die Geschäfte. Erst als sich das Wetter verschlechterte, machten sich einige auf den Heimweg – hier bewährten sich die gut frequentierten Shuttlebusse in die Gaildorfer Teilorte. Auch füllten sich die Cafés und die Körhalle platzte nun fast aus allen Nähten.

Im Hof des Alten Schlosses herrschte zur Mittagszeit richtig viel Betrieb. Besonders die ungarische Gulaschsuppe fand reißenden Absatz. Aber auch am Backofen gab es keine Pause. Der Pferdemarkt-Salzkuchen war wieder ein Renner, ebenso die Pferdeköpfe aus Hefeteig. Von weniger Erfolg waren die Bemühungen von „Orgel-Manne“ gekrönt, der im Schlosshof musikalisch unterhielt. Der wollte Petrus mit einem Anruf per Handy zu einem besseren Wetter überreden. „Ich habe die Geheimnummer“, meinte der Mann an der Orgel, als am Sonntag gegen 14.30 Uhr die ersten Regentropfen fielen. „Das hat schon immer geklappt, so auch bei der Gartenschau in Öhringen.“ Diesmal hatte er sich aber wohl verwählt oder Petrus hat eine neue Nummer – jedenfalls blieb die deutliche Wetterbesserung aus.

Um 8.30 Uhr geht es weiter

Am Montag strebt der 83. Gaildorfer Pferdemarkt seinem Höhepunkt zu. Um 8.30 Uhr beginnt die Pferdeprämierung auf der Kocherwiese. Die Preisverteilung ist für 10.30 Uhr vorgesehen. Den ganzen Tag über laufen noch die Maschinenausstellung auf dem Hallengelände und der Krämermarkt. Um 14 Uhr startet der Festzug durch die Innenstadt. Anschließend steigt die Kinderparty in der Limpurghalle und die Körhalle dürfte Anziehungspunkt für die Erwachsenen werden.

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