Gaildorf / Hans Buchhofer Der Neubau ist fertig und kann ab sofort genutzt werden. Die Kinder des Arwa- und des Rathauskindergartens besuchen erstmals ihr neues Domizil im Unterroter Haus der Bildung.

Für die Kinder der beiden evangelischen Kindergärten in Unterrot brach diese Woche der letzte Tag in ihrer gewohnten Umgebung an. Mit einem Fest verabschiedeten sich die Kinder von ihren Einrichtungen in der Arwa-Siedlung und im Unterroter Rathaus. Am Donnerstag packten sie ihre Siebensachen auf Wägelchen und marschierten in ihre neue Heimat in das evangelische „Kinderhaus Kunterbunt“ im Haus der Bildung in der Unterroter Bühläckerschule.

Zusammen mit ihren Erzieherinnen marschierten sie los und begutachteten ihr neues Zuhause. Zuerst einmal bildeten sie im Eingangsbereich einen großen Kreis und sangen passend zur neuen Situation das Lied „Wir sind Kinder einer Welt“, musikalisch begleitet von Erzieherin Heike Feiler an der Gitarre. Passend deshalb, weil die seitherigen Gruppen aufgelöst werden, da die Kinder entsprechend den Angeboten eingeteilt werden. Es gab blaue, rote und gelbe Armbänder. Rot stand für die Kinder der Regelgruppen, Blau und Gelb für die Kinder mit verlängerten Öffnungszeiten.

er Verein Itzebitz eröffnet im September in Besigheim sein Kinderhaus mit 90 Betreungsplätzen. Und trotzdem klemmt es.

Umfassend betreut

Laut Dekan Uwe Altenmüller, der als verantwortlicher Träger vorbeischaute, soll die neue Einrichtung die Kinder von klein bis groß betreuen, bilden und begleiten, also vom ersten Lebensjahr bis zum Ende der Grundschulzeit. Zudem werde die Kooperation mit der Grundschule, mit lokalen Vereinen und Organisationen verstärkt und die Angebote erweitert.

Auch für die Erzieherinnen beginnt ein Stück Neuland. Hatten sie es früher mit einer oder zwei Gruppen zu tun, dürften sich im „Kinderhaus Kunterbunt“ bei voller Belegung fast achtzig Kinder tummeln. Auch mit einem teiloffenen Konzept dürften die Erzieherinnen Neuland betreten. Ein Schuss Wehmut mischte sich am Donnerstag schon ein wenig bei ihnen ein. Wer über Jahrzehnte in einer vertrauten und liebevoll gestalteten Umgebung gearbeitet hat, wird sich schon umstellen müssen. Doch eines darf nicht verschwiegen werden, wie Reinhild Seeger, die Leiterin des Arwa Kindergartens sagt: „Unsere seitherigen Einrichtungen müssten auch renoviert werden, auch um die Auflagen des Brandschutzes zu erfüllen, was sicher viel Geld kosten würde.

Für die Kinder bedeutet der Umzug kein Problem. „Wir ziehen gerne um“, war von allen zu hören. Gestört haben die Kinder die vielen Handwerker nicht, die in zwei Wochen fertig sein müssen. Laut Architektin Margit Munz dürfte aber alles, bis auf die Außenanlagen, bis zur Einweihung am 29. April klappen. Der evangelische Kindergarten mit dem Namen „Kinderhaus Kunterbunt“ mit seinen drei Gruppen und ab September mit einer Krippengruppe wird ein Schmuckstück, was Ausstattung und Möglichkeiten betrifft. Die Stadt Gaildorf unterstreicht mit dem Bau des Bildungshauses ihre verlässliche Zusagen einer bildungsfreundlichen Kommune.

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