Gschwend Gschwender beraten über Anschaffungen

Ein „Geschenk mit Folgekosten“? Der Verein „All for dogs“ möchte eine Patenschaft für Hundekot-Abfallstellen übernehmen.
Ein „Geschenk mit Folgekosten“? Der Verein „All for dogs“ möchte eine Patenschaft für Hundekot-Abfallstellen übernehmen. © Foto: Archiv
Gschwend / Rainer Kollmer 12.04.2018
In Gschwend wird es Stellplätze für Dorfautos geben - und ein Pilotprojekt, das Patenschaften für Hundekot-Abfallstellen vorsieht.

Das Autohaus Reimund Baur in Mutlangen erhält nach Billigung durch den Gemeinderat die Möglichkeit, in den nächsten Wochen zwei Fahrzeugstellplätze beim Gschwender Rathaus einzurichten. Die beiden „Dorfautos der Gemeinde Gschwend“ – ein PKW und ein Neunsitzer-Bus, beide mit konventionellem Antrieb – können nach einer persönlichen Registrierung im Einwohnermeldeamt stundenweise oder für ganze Tage bei gestaffelten Preisen für Privatfahrten gemietet werden. Zu einer ersten Informationsveranstaltung über Detailfragen, die bereits in der Sitzung ausführlich diskutiert wurden, soll die Bevölkerung rechtzeitig eingeladen werden. Joachim Hauenstein erinnerte an die begrenzte Stellplatzsituation beim Rathaus. Aus organisatorischen Gründen will die Verwaltung wegen der Nähe zum Amt und der zentrumsnahen Lage zunächst keine anderen Stellplätze vorsehen.

Bebauungsplan geändert

Zustimmung gab es auch für die Ersatzbeschaffung eines Kleinschleppers mit verschiedenen Anbaugeräten und für eine Änderung des Bebauungsplans „Langäcker“ in Frickenhofen. Im Rahmen der Bürgerfragestunde wurde darüber informiert, dass das Baugebiet Buschberg kein „reines“, sondern ein „allgemeines“ Wohngebiet sei, in dem auch eine Lagerhalle errichtet werden könne. Außerdem war zu erfahren, dass die Sanierung der Erinnerungstafeln für die Weltkriegsopfer am Marktplatz bereits im Haushaltsplan 2017 eingeplant gewesen sei.

Gemeinderat Thomas Bräuning mahnte weitere Maßnahmen zur Unfallverhütung am Marktplatz an. Bürgermeister Christoph Hald will jedoch erst nach der vorgesehenen Verkehrsschau weitere Schritte einleiten. Auf Anfrage von Bernd Wahl zur Aktivierung des Hecht-Brunnens wurde darüber informiert, dass dort nur Brauchwasser entnommen werden könne und eine Aktivierung deshalb wenig sinnvoll sei. Wahl berichtete auch, dass die Interessengemeinschaft „All for dogs“ angeregt habe, im Rahmen eines Pilotprojekts eine Patenschaft für Abfallstellen zu übernehmen, an denen Hundekotbeutel ordentlich gesammelt werden. Die Gemeinde hätte nur die Aufwendungen für die Kunststoffbeutel und die Entsorgung der Sammelbehälter zu übernehmen. Bürgermeister Hald zeigte sich gegenüber dem „Geschenk mit Folgekosten“ ein wenig zögerlich und sagte weitere Überprüfung zu.

Der Bürgermeister berichtete in der jüngsten Sitzung auch, dass die Firma Karosserie Stütz jeweils 3000 Euro für die Feuerwehr, die DLRG und das Notfallteam gespendet hat und dankte dem Unternehmen im Namen der Gemeinde.

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