Das milde Wetter belebt diesen Monat leicht unseren regionalen Arbeitsmarkt“, sagt Elmar Zillert, Chef der Aalener Arbeitsagentur. Die Arbeitslosigkeit in Ostwürttemberg ist nach der aktuellen Statistik um 1,5 Prozent oder anders ausgedrückt um 118 auf 7640 Personen gefallen. Im Februar waren 160 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als im bisherigen Rekord-Februar von 1991.

Betrachte man die Entwicklung in den Kreisen, so sei die Arbeitslosigkeit im Berichtsmonat im Kreis Heidenheim mit einem Minus von 3,3 Prozent erneut deutlich stärker zurückgegangen als im Ostalbkreis, so Zillert weiter. Im Ostalbkreis sei lediglich ein Rückgang von 0,5 Prozent zu verzeichnen. Die Arbeitslosenquoten der einzelnen Landkreise verringerten sich jeweils um 0,1 Prozentpunkte – im Ostalbkreis auf 2,8 Prozent und im Landkreis Heidenheim auf 3,7 Prozent. Auch im Land fiel die Arbeitslosenquote um 0,1 auf 3,2 Prozent.

Über 50-Jährige profitieren

Die Zahl der Arbeitslosen im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Alg I) – sie werden von der Agentur für Arbeit betreut – sank im Berichtsmonat um 45 auf 4043 Personen. Im Kreis Heidenheim ging die Zahl um 57 auf 1357 Personen zurück, während sie im Ostalbkreis um zwölf auf 2686 Personen anstieg. Im Bereich der Grundsicherung (Hartz IV) – diese Kunden werden durch die Jobcenter betreut – sank die Zahl um 73 auf 3597 Personen. Der Rückgang im Kreis Heidenheim um 34 Personen schlägt mit 2,5 Prozent stärker zu Buche als im Ostalbkreis. Hier verringerte sich die Zahl um 39, was einem Rückgang um 1,7 Prozent entspricht.

Besonders die über 50-Jährigen konnten von der Entwicklung des Arbeitsmarktes profitieren. Die Zahl der von Arbeitslosigkeit Betroffenen aus diesem Personenkreis sank um 111 Personen oder 3,7 Prozent auf 2908 Personen. Ihr Anteil an allen Arbeitslosen sank von 38,9 auf 38,1 Prozent. Zum Vergleich: Im Land reduzierte sich im gleichen Zeitraum die Zahl der älteren Arbeitslosen lediglich um 2,6 Prozent.

Markant ist auch die Entwicklung der Arbeitslosigkeit bei den Frauen. Sie nahm gegenüber Januar um 116 Personen oder 3,3 Prozent ab. Demgegenüber legte die Zahl der arbeitslos gemeldeten Jugendlichen und jungen Erwachsenen um 31 auf 688 Personen zu. Das entspricht einem Plus von 4,7 Prozent. Landesweit waren es lediglich 1,5 Prozent. Fazit: Im Berichtsmonat gelang es deutlich mehr Arbeitslosen, eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufzunehmen.

Auch die Zahl der gemeldeten Stellen ist wieder deutlich angestiegen. So meldeten die Arbeitgeber in Ostwürttemberg 1812 Arbeitsstellen zur Besetzung. Das ist der höchste Februarwert der letzten sechs Jahre. 667 dieser Stellen wurden über Zeitarbeitsfirmen angeboten.

1812 freie Stellen gemeldet

Interessant, so Zillert, sei auch die Verteilung nach Wirtschaftszweigen. Spitzenreiter ist diesen Monat mit 188 zu besetzenden Stellen das Baugewerbe, dicht gefolgt vom Bereich Handel, der 180 Vermittlungsaufträge erteilt hat. Mit 148 zu besetzenden Stellen ist das verarbeitende Gewerbe diesmal nur auf Platz drei.

„Vor dem Hintergrund der hohen Nachfrage und dem nur eingeschränkten Angebot an Fachkräften sei es unerlässlich, Arbeitslose und Beschäftigte gleichermaßen für die aktuellen und vor allem künftigen Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt zu qualifizieren, erklärt Zillert. Dafür stehe ein breites Portfolio an Maßnahmen zur Verfügung.“

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Die wichtigsten Zahlen in Kürze


Arbeitslosenzahl
Ostwürttemberg 7640
(Vorjahresmonat: 8016)
Ostalbkreis 4973
(Vorjahresmonat: 5019)
Landkreis Heidenheim 2667
(Vorjahresmonat: 2997)

Arbeitslosenquote
Ostwürttemberg 3,1 %
(Vorjahresmonat: 3,2 %)
Ostalbkreis 2,8 %
(Vorjahresmonat: 2,9 %)
Landkreis Heidenheim 3,7 %
(Vorjahresmonat: 4,2 %)