Die nunmehr 83. Auflage des Gaildorfer Pferdemarkts ist bereits seit einigen Tagen Geschichte. Zeit, um Bilanz zu ziehen, um es beim 84. Gaildorfer Pferdemarkt noch besser zu machen. Und die Messlatte liegt wieder hoch, denn kaum jemand dürfte Martin Zecha widersprechen: „Das haben wir gut gemacht.“ Der Pferdemarkt in seiner Gesamtheit sei gelobt worden, meinte der Vorsitzende des Pferdemarktausschusses. Dabei war die Ausgangslage für die 83. Auflage des größten Volksfestes im Limpurger Land nicht einfacher geworden. Ein Grund waren die personellen Wechsel im Rathaus: Liefen dort in den vergangenen Jahren noch die Fäden bei Raimund Horbas zusammen, so lag dies nun in den Händen von Daniel Kuhn. Zecha bezog aber alle Mitarbeiter des Rathauses in sein Lob mit ein: „Das haben die mit Bravour gemacht.“

Der Ausschussvorsitzende hob dann auch gleich noch die Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofs hervor. „Da wurden bereits am Dienstag die Straßen geputzt. Das war sehr gut, denn das war in früheren Jahren nicht immer so.“

Pferdemarkt: der Umzug

Bildergalerie Pferdemarkt: der Umzug

Auch das frühzeitige Aufstellen der Umleitungsschilder habe sich bewährt. Schon am Freitag wurde beispielsweise an der Bundesstraße 19 in Kleinaltdorf auf den Weg nach Crailsheim über Großaltdorf hingewiesen. „So mancher Autofahrer hat dies befolgt. So wurde die Innenstadt im Bereich des Marktplatzes und der Kocherbrücke bereits am Samstag und Sonntag entlastet“, so Thilo Oesterle, der stellvertretende Leiter des Baubetriebshofs.

Angebot des Pferdemarkts kommt an

Bewährt hat sich erneut am Sonntag der Buspendelverkehr zwischen der Innenstadt und den Teilorten. Die Fahrgastzahlen sind den Organisatoren zufolge schon im dritten Jahr weiter gestiegen, was eine noch stärkere Entlastung der Innenstadt und der Parkplatzsituation bedeutet.

Obwohl zwei Beschicker des historischen Marktes im Hof des Alten Schlosses kurzfristig absagen mussten, gab es auch hier nur zufriedene Gesichter. „Unser Angebot kommt an“, stellte Zecha fest, „und die Bewirtschaftung des Hofs ist ein wichtiger Bestandteil davon.“ Nicht ganz so zufrieden zeigte sich Zecha mit dem Umzug – allerdings nur in geringem Maße, denn an sich war er mit seinen vielen Kutschen, Themenwagen und Gruppen ein großer Erfolg. „Gefallen haben auch die Reiter der Polizeistaffel.“ Probleme gab es zu Beginn, als der Umzug ständig stockte und die Kutschen oft nur wenige Meter vorziehen konnten. „Das war wie ein Ziehharmonika-Effekt.“ Und ein „Stau“ erhöht das Risiko, dass die Pferde unruhig werden. Die Ursachen seien aber erkannt und man werde dies im kommenden Jahr abstellen, waren sich Zecha und Kuhn einig.

Programmpunkte werden nicht zeitlich verlegt

Der Leiter der Stabsstelle im Rathaus, für den es der erste Pferdemarkt war, sieht noch weitere Verbesserungsmöglichkeiten. Dabei denkt er an eine Änderung in der Körhalle in Bezug auf ein Abendprogramm am Freitag und Samstag. Um die Stutenprämierung auf der Kocherwiese aufzuwerten, brachte er eine Verlegung von Montag auf Sonntag ins Spiel. Was beim Reitverein Gaildorf wie auch beim Pferdezuchtverein nicht auf große Begeisterung stieß. Beide Vereine sind bereits am Samstag beim Fuhrmannstag im Einsatz und haben am Sonntag ihre große Veranstaltung in der Reithalle und so kein Personal, um es für die Kocherwiese abzustellen. „Wir machen nichts gegen sie“, versicherte Kuhn den Vereinsvertretern. Ansonsten bleibt sowohl ihm als auch Zecha vor allem eines: Danke zu sagen an all die beteiligten Personen und Gruppen, die ihren Teil zum Gelingen des Pferdemarktes beigetragen haben.

Das könnte dich auch interessieren: