Gaildorf Boule: die Jagd auf das „Schweinchen“

Gaildorf / Hans Buchhofer 07.08.2018
Das Bouleturnier der Gaildorfer Kulturschmiede am Kocherstrand erfreut sich auch bei tropischen Temperaturen großer Beliebtheit. Am Samstag rann der Schweiß.

Bei 36 Grad im Schatten war die Teilnahme am Bouleturnier eine schweißtreibende Angelegenheit. Die beiden Organisatoren Carola und Peter Kronmüller hatten aber Vorsorge getroffen und drei Partyzelte und einige Sonnenschirme sowie Liegestühle aufgestellt. Vor allem aber die beiden Lindenbäume und die Pappeln am Kocherufer spendeten wohltuenden Schatten. Zudem gab es neben den Getränken auch zur Mittagszeit ein Essen, sodass neben dem Sport auch viel Zeit fürs gesellige Beisammensein übrig blieb.

Auf sieben Spielfeldern

14 Mannschaften traten in Zweierteams zum Wettstreit an. Organisator Peter Kronmüller gab nach einer Einführung und den Turnierregeln die einzelnen Spielpaarungen bekannt. Gespielt wurde auf sieben Spielfeldern. Das Boulespiel erfordert große Geschicklichkeit und Präzision. Aus einem Wurfkreis müssen die zwischen 690 und 800 Gramm schweren Kugeln möglichst nahe an die Zielkugel, genannt das „Schweinchen“, gerollt oder geworfen werden. Wer am Ende, wenn alle Akteure ihre Kugeln platziert haben, die meisten Kugeln in nächster Nachbarschaft platzieren konnte, bekommt einen oder eventuell mehr Punkte.

Die Sache ist aber nicht einfach, denn eine gewisse Erfahrung gehört zum Siegen dazu. Der Werfer muss genau wissen, wie sich die Eisenkugeln auf der Kiesfläche oder auf dem feineren Kies auf dem befestigten Bouleplatz bewegen. Dann gehört auch eine gewisse Taktik dazu, denn es gilt, den Gegner unter Druck zu setzen, damit er Fehler macht.

Wenn alle geworfen haben, wird genau festgestellt, welches Paar die meisten Kugeln in der Nähe des „Schweinchens“ platzieren konnte und das wird oft mit dem Bandmaß geprüft.

Die Teilnehmer kamen hauptsächlich aus dem Gaildorfer Raum, aber auch befreundete Boulespieler aus Schwäbisch Hall, Michelfeld oder Untergröningen wollten sich dieses Turnier nicht entgehen lassen. Turniere dieser Art werden auch in Hall, Michelfeld und Kirchberg/Jagst angeboten, wo sogar eine Bouleschule samt Trainer angeboten wird.

Spannendes Finale

In einem höchst interessanten Finale standen sich am Samstag auf dem Bouleplatz Christina Schlögl und Werner Ellinger sowie Carola Kronmüller und Michael Rudolph gegenüber. Letzteres Paar führte klar und sah schon wie der sichere Sieger aus, doch Schlögl/Ellinger holten Punkt für Punkt auf und erkämpften sich dank ihrer präziseren Würfe mit 11:13 noch den Turniersieg. Mit der Siegerehrung durch Organisator Peter Kronmüller endete ein spannender Boulewettkampf.

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