Gaildorfer Energietage Die Heiztechnik der Zukunft

Gaildorf / Brigitte Hofmann 22.01.2019
Das Betriebsgelände der Firma Bad & Heizung in Unterrot ist in diesem Jahr Standort der 20. Energietage in Gaildorf. Aussteller wie Besucher äußern sich durchweg positiv über das Konzept.

Erich Heinrich will sich über eine neue Heizung informieren, seine Frau Erika hält Ausschau nach Mobiliar fürs Bad. Das Ehepaar aus Schwäbisch Hall ist bei den Gaildorfer Energietagen im Haus und auf dem Freigelände der Firma Bad & Heizung in Unterrot genau richtig. Hier finden sie alles unter einem Dach.

Was aber zuallererst ihre Aufmerksamkeit erregt, das sind die ausdrucksstarken Bilder von Carmelo Margarone. Celentino und Strombiano im Trentino, die Gassen von Schwäbisch Hall, das kleine Winzenweiler, eine Szene vom Motocross oder der Kopf einer staunenden Kuh – Dutzende von Bildern geben Zeugnis von der schier unbändigen Schaffenskraft des Gaildorfer Künstlers.

Umweltschonende Technologien

Ulrich Schneider, Initiator und Organisator der Energietage, zeigt sich sehr erfreut über den Zuspruch sowohl vonseiten der Besucher als auch der Aussteller. Er, Ferdinand Bürk und weitere seiner Mitarbeiter stehen für Fragen jederzeit zur Verfügung. Rund 20 Firmen sind vertreten.

Wie die Menschen morgen und übermorgen ihre Häuser heizen, lässt sich nur bedingt vorhersagen. Fest steht, dass alle einschlägigen Firmen nach Lösungen suchen, möglichst umweltschonend mit den vorhandenen Ressourcen umzugehen. Das Erneuerbare-­Energien-Gesetz oder das Erneuerbare-Wärme-Gesetz, das vorschreibt, dass neu eingebaute Heizungen zu 15 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen, sind kleine, aber wichtige Schritte, um die anvisierten Klimaziele zu erreichen.

Vaillant etwa setzt auf zukunftssicheres Heizen mit Wärme aus der Luft. „Es gibt nicht DIE Heizung“, erklären Sören Müller und Marco Röder, die im Messetruck der Remscheider Firma Beratungsgespräche führen. Man müsse die Kunden da abholen, wo sie stehen, zusammen mit ihnen abwägen, was für sie die effizienteste Variante ist. Alex Barbano vom österreichischen Hersteller Hargassner beispielsweise propagiert einen Stückholzkessel als Heiztechnik der Zukunft.

Wärmepumpe, stromerzeugende Brennstoffzellenheizung, Fotovoltaik- und Solaranlage, Scheitholz-, Pellets- und Hackschnitzelanlage, Öl- und Gas-­Brennwertheizung – das Spektrum scheint noch breiter gefächert als in den Jahren zuvor. „Es gibt nichts Schöneres als eine lodernde Flamme“, so die Meinung von Sonja Kriegenhofer, die mit einer Tasse Kaffee am wärmenden Herd sitzt. Ihr Mann, Kachelofenbaumeister Bernd Kriegenhofer, hatte im vergangenen Herbst die Firma „Kochertaler Ofenwelt“ in Sulzbach-Laufen übernommen.

In familiärer Atmosphäre

Beide sind sehr angetan von Ulrich Schneiders Idee, nach dem Rückzug der Stadt Gaildorf die Energietage 2019 auf dem Betriebsgelände seiner Firma zu veranstalten. Sie sind vom alternativen Standort mit seiner eher familiären Atmosphäre begeistert. Ähnlich äußert sich Dominik Mayer, der am Stand des Energie-Lieferanten Dalacker über das Portfolio seines Arbeitgebers informiert. Gern halten sich die Besucher auch im gastronomischen Bereich auf, wo die Spielvereinigung Unterrot für die Verpflegung sorgt.

Das könnte dich auch interessieren:

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel