Fichtenberg Die Ersatzteile gehen aus

Fichtenberg / Brigitte Hofmann 24.07.2018
Heizung, Medien, Elektrik, Akustikdecken: Die Grund- und Werkrealschule Fichtenberg befindet sich zwar in keinem schlechten Zustand, könnte aber in einigen Bereichen eine Modernisierung vertragen.

Die Grund- und Werkrealschule in Fichtenberg befinde sich in einem einigermaßen guten Zustand, berichtete Architekt Manfred Schoch dem Gemeinderat in dessen jüngster Sitzung. Schaut man genauer hin, sei sie jedoch in Teilen sanierungsbedürftig. Er sprach die Bereiche Medientechnik und Elektrik und die daraus resultierenden Aufgaben an. Für sinnvoll hält er auch Akustikdecken in zumindest zwei Räumen. Nach Gesprächen mit Bürgermeister Roland Miola, Schulleiter Andreas Haller, Hausmeister Werner Seeger und der Unfallkasse Baden-Württemberg hatte sein Architekturbüro eine Bestandsaufnahme erarbeitet. Was vorliegt, wird eingereicht, um Fördergelder zu beantragen. Das eilt, weil das derzeit aufgelegte Sanierungsprogramm ausläuft.

Die veranschlagten Kosten für die Sanierung summieren sich auf brutto 227.290 Euro. Als größte Posten sind die Glaserarbeiten mit 75.000 Euro und Bodenbelagsarbeiten mit 46.000 Euro angesetzt. Akustikdecken werden auf 24.000 Euro und Schlosserarbeiten an Geländern und Absturzsicherungen auf 23.000 Euro beziffert.  Stuckateur-, Schreiner- und Malerarbeiten verschlingen den Rest.

Kostenschätzung vorgelegt

Folgekosten im Zuge der Elektro- und Netzwerkinstallationen konnten aufgrund des bislang nicht festgelegten Arbeitsumfangs nicht ermittelt werden. Die Wärmeversorgungsanlagen der Schule könnten ebenfalls eine Sanierung vertragen. Dazu legte das Fichtenberger Ingenieurbüro Lindner eine Kostenschätzung vor. Die Gesamtsumme ist mit brutto 120.000 Euro veranschlagt. Lindners Ausführungen zufolge könnte der alte Heizkessel noch ein paar Jahre laufen. Das Problem sei aber, dass es für die Regelungsanlage keine Ersatzteile mehr gebe, weil die Firma nicht mehr existiert.  Eine Gasbrennwertanlage würde seiner Meinung nach bessere Werte bringen.

Die Unfallkasse BW hatte die alten, spitzigen Rippenheizkörper beanstandet, die zu Unfällen führen können. Sie dürfen so nicht stehen bleiben. Zunächst will die Gemeindeverwaltung die Förderfähigkeit abklären und dann dieses Thema nochmal auf die Tagesordnung setzen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel