Gaildorf / Ralf Snurawa  Uhr
Die David-Bowie-Tributband „Heroes“ bringt das Publikum im Gaildorfer Häberlen zum Mitsingen.

Abseits vom Blues bot die Kulturschmiede vergangenen Donnerstag einer sehr versiert aufspielenden Band mit Musikern aus der Region eine Bühne. 160 Besucher zwängten sich ins „Häberlen“, hörten den Tönen aus der Feder von David Bowie nach und tanzten auch dazu.

Für Letzteres hatten die sechs Musiker von „Heroes“ natürlich einen Klassiker von Bowie mitgebracht: „Let’s Dance“, dem mitten im zweiten Set viel Raum gelassen wurde. Was allen zusammen aber einmal mehr an diesem Abend gelang, war das von Bowie gern eingesetzte Fallen von einem Sound in den anderen, hier von „Sway through the crowd to an empty space“ zu „If you say run, I’ll run with you“.

Die siebenköpfige Band „Heroes“ widmet sich im Häberlen den Werken des britischen Ausnahmekünstlers David Bowie.

Süffiger als das Original

Das führte die Tribute-Band genauso gekonnt vor wie beim Original, vielleicht sogar noch einen Tick auffälliger. Das betraf etwa das „Sha la la la la“ von „This Is Not America“, das bei den „Heroes“ viel süffiger klang als beim Original im 1980er-Jahre-Klang, oder den weniger auffälligen Harmoniewechsel von „You want more and you want it fast“ zu „They put you down, they say I’m wrong“ bei „Rebel, Rebel“.

Dass sie nicht bloß nachahmen, sondern ihre eigene Auffassung von Bowie herüberbringen wollen, hat

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ten die „Heroes“ schon zu Beginn ihres Gigs nach dem groovenden „Stay“ den folgenden Songs vorausgeschickt. Im Rocksound aalten sie sich dann besonders gern. Jan Martin und Leo Enders verpassten dem „Cracked Actor“ jaulende Gitarrenklänge im Duo. Zu „Moonage Daydream“ zog Martin genussvoll an seinen Saiten, um ihnen so mehr „hot intonation“ zu verleihen.

Viel Drive entwickelten in den Händen der „Heroes“ Stücke wie „Station To Station“ oder „Diamond Dogs“. Weniger rockig, aber genauso klanglich ausgekostet, wirkten „Space Oddity“ oder zuvor „Starman“, der erste Song, bei dem mitgesungen wurde, und auch „China Girl“. Sänger Jonas Kalnbach konnte da im Wohlgefallen der Menge baden.

Am Ende hinterließen die „Heroes“ mit dem Titel, nach dem sie sich benannt haben, als zweite Zugabe durchweg begeisterte Zuhörer.

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