Rudolf Reimer, Elke Aberle und Diethard Ellinger brachten das Anliegen im Namen „vieler Bürger“ vor. Zwei junge Familien aus Münster und eine junge Familie aus Bröckingen mussten anderweitig einen Bauplatz suchen, und sind deshalb weggezogen. Wenn es so weitergehe, sterben Münster und Bröckingen aus. Es dränge sich das Gefühl auf, dass in anderen Ortsteilen etwas geht, aber in den Unterroter Ortsteilen nichts laufe. „Und was nützt uns ein Bildungszentrum, wenn keine Kinder nachwachsen“, sagte Elke Aberle. Bürgermeister Frank Zimmermann machte deutlich, dass in Münster und auch in Bröckingen durchaus über Bauplätze nachgedacht wurde. Doch in beiden Stadtteilen sei es aus verschiedenen Gründen schwierig, ein Baugebiet auszuweisen, wie auch der Technische Ausschuss schon feststellen musste.

Vorrangig Baulücken füllen

Vorrangig seien derzeit die Baulücken im gesamten Stadtgebiet zu schließen, ehe man an den Außengrenzen über neue Baugebiete nachdenke. Zudem biete die Stadt in Unterrot neun Bauplätze an und über mangelnde Nachfrage könne man nicht klagen. „Bauplätze gehen derzeit weg wie warme Semmeln“, so der Bürgermeister, der keinen Ortsteil benachteiligen will.

Diethard Ellinger schlug vor, zweigleisig zu planen: einmal die innerörtliche Bebauung im Auge zu behalten und in Münster ab dem „Grünen Baum“ in Richtung Gewerbegebiet ein kleines Baugebiet zu planen. Diesen Vorschlag will die Verwaltung prüfen. Weitere Anfragen gab es zum Schotterweg in der Gläserwald­straße (Albrecht Schupp), zur Hochwassersituation vom Spielplatz Münster, da der Bach viel Holz und Geröll in den Ort befördere (Brigitte Härterich), zur Straßensanierung auf dem Lutzenberg (Heike Feiler) und zum Löschwasserbehälter in Reippersberg (Diethard Ellinger). Diese Projekte seien teilweise im Haushalt oder werden derzeit bearbeitet, so der Bürgermeister und der Verbandsbaumeister.

Keine neuen Erkenntnisse gibt es über den desolaten Zustand der Bahntrasse. Die Gesellschafter wollen sich die Möglichkeit eines Werksverkehrs offenhalten, beantwortete der Bürgermeister eine Anfrage von Martin Maaß. Maximal ein Dreivierteljahr soll die Brücke bei Münster gesperrt werden, wenn das Bauwerk erneuert wird, und dann sei ein Ampelverkehr geplant.

Unter Verschiedenes gab der Bürgermeister noch bekannt, dass ein Antrag beim Leader-Förderprogramm für die Sanierung der Fußgängerbrücke in Bröckingen gestellt wird, ehe die Gewerke ausgeschrieben werden.

Spende für Friedhof

Mit einer weiteren erfreulichen Nachricht endete die Sitzung des Bezirksbeirates: Erstmals wurde mit allen Unterroter Vereinen ein Adventsmarkt veranstaltet. Einschließlich privater Spenden kam der stolze Betrag von 4251 Euro zusammen, der für die Überdachung beim Friedhof verwendet werden soll. Dieser Markt in Kooperation mit allen Vereinen soll wieder veranstaltet werden. Die nächste Sitzung des Bezirksbeirates ist für Donnerstag, 16. Mai, in Münster geplant.