Gemeinderat Der Stahlweiher soll erhalten bleiben

Über den Winter wird der Stahlweiher abgelassen, damit der Boden durchfrieren kann.
Über den Winter wird der Stahlweiher abgelassen, damit der Boden durchfrieren kann. © Foto: Gemeinde Abtsgmünd
Abtsgmünd / Wolfgang Fath 24.11.2017
Im Jahre 2010 hat die Gemeinde Abtsgmünd unter Ausübung ihres  Vorkaufsrechtes den Stahlweiher bei der Neumühle gekauft. Der schadhafte Damm und der Möch  müssen unbedingt saniert werden.

Bei dem  damaligen Kauf ist die Gemeindeverwaltung davon ausgegangen, dass man für die Sanierung Zuschüsse  in Höhe von 70 Prozent erhalten wird. Dem war jedoch nicht so. Je nach Sanierungsaufwand müsse man jetzt zwischen 300 000 und 600 000 Euro aufwenden. Um die unterhalb des Dammes liegenden Wohngebäude zu schützen hat die Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Fischereiverein Untergröningen den Wasserspiegel um 1,20 Meter gesenkt. Dies sei jedoch keine langfristige Lösung, da der See sich zu sehr erwärmt und auch immer mehr verlandet. Inzwischen hat man auch den Überlauf verbreitert, dennoch müsse der Damm verbreitert und ein neuer Mönch eingebaut werden. Da die Sanierungskosten haushaltstechnisch derzeit nicht darstellbar sind, sucht die Verwaltung für die Finanzierung eine andere Lösung.

See mit langer Geschichte

Es sei auf jeden Fall das Bestreben der Gemeinde, den Jahrhunderte alten See zu erhalten, versicherte Bürgermeister Armin Kiemel im technischen Ausschuss des Gemeinderates. Dem pflichtete  Ortsvorsteher Egon Ocker aus Pommertsweiler bei. Der See dürfe nicht weiter verlanden. Die Bevölkerung von Pommertsweiler würde sich freuen, wenn der Stahlweiher bei der Neumühle erhalten werden könne.

Da es im Rahmen der Ausgleichsmaßnahmen für Windkrafträder auf Landesebene die Stiftung Naturschutzfonds   Baden-Württemberg  mit einem ökologischen Aufwertungsprogramm  für Weiher gebe, sieht Bürgermeister Kiemel hier eine Möglichkeit an Zuschüsse in Höhe von bis zu 70 Prozent zu kommen. Gespräche mit den Verantwortlichen hätten dazu bereits am 7. November stattgefunden. Die Dammsanierung selber falle zwar nicht in die Förderung, müsse aber dennoch gleich mitgemacht werden.

Die Entscheidung, ob der Stahlweiher in dieses neue Förderprogramm aufgenommen werde, falle bis zum 1. Juli nächsten Jahres, erklärte der Bürgermeister. In den nächsten Tagen werde man den See zusammen mit dem Fischereiverein Untergröningen ablassen, damit er den Winter über ausfrieren könne.

 Im weiteren Verlauf der Sitzung informierte Diplom-Ingenieur Matthias Strobel über den allgemeinen Kanalisationsplanes  im Hauptort Abtsgmünd. Man werde mit der Erfassung aller Leitungen bis März fertig sein.  Allein im Hauptort seien 46 Kilometer Kanäle zu begutachten. Insgesamt habe man keine größeren Schäden festgestellt, informierte Strobel. Ortbaumeister Ralf Löcher betonte, dass man vorerst keine Sanierung im Inliner-Verfahren vornehmen werde, bis klar sei, dass man die vorhandenen Kanäle nicht größer dimensionieren müsse.