Jubiläum Der FC Oberrot feiert Geburtstag

 Der Aufstieg der Oberroter Fußballer in die Bezirksliga Rems-Murr bleibt ein unvergessener sportlicher Höhepunkt.
Der Aufstieg der Oberroter Fußballer in die Bezirksliga Rems-Murr bleibt ein unvergessener sportlicher Höhepunkt. © Foto: Hans Buchhofer
Oberrot / 15.06.2018

Der FC Oberrot feiert am Wochenende mit einem Sportfest sein 90-jähriges Bestehen. Zudem wird die neue Flutlichtanlage offiziell in Betrieb genommen. Höhepunkt des Festes ist am Samstag eine Open-Air-Party mit „Feel“ aus Reutlingen. Die achtköpfige Rock- und Pop-Band ist bekannt durch ihre spektakuläre Bühnenshow. Einlass auf das Festgelände ist um 19.30 Uhr. Die Show beginnt gegen 20.30 Uhr.

Der 1928 als reiner Fußballclub gegründete Verein kann heute seinen Mitgliedern ein breites Programm anbieten. Die Abteilungen Fußball und Turnen sind mit mehr als 350 Mitgliedern führend. Des Weiteren sind die Abteilungen Tischtennis und seit zehn Jahren auch eine Karateabteilung im Verein aktiv.

Das vielfältige Angebot ist der Vereinsführung ein großes Anliegen. Beim FC Oberrot möchte man sich flexibel auf veränderte Anforderungen der Bevölkerung einstellen. So wurde vor drei Jahren eine Downhillgruppe aufgenommen und ein Single-Trail eröffnet.

Der Verein lebt nach wie vor von der Treue und dem ehrenamtlichen Einsatz seiner Mitglieder. Ohne diesen Einsatz und das Engagement würde der Verein die vergangenen 90 Jahre nicht so erfolgreich gemeistert haben.

Mammutprojekt Hallenumbau

Die 80er und 90er Jahre waren geprägt vom Umbau der Kultur- und Festhalle. Der damalige Vereinsvorsitzende Hanspeter Schofer und sein Vize Karl Lippoth haben die Aufgaben sehr erfolgreich gemeistert. Der FC Oberrot ist mit rund 25 Prozent an der Halle beteiligt. Das neue Vereinsheim mit Terrasse zu den Sportplätzen und auch die weiteren Räume stehen dem Verein zur Verfügung.

Seit dem letzten großen Jubiläumsfest zum 75. Geburtstag im Jahre 2003 hat sich der Verein weiterentwickelt. Ab 2005 wurde von den Mitgliedern wieder kräftig in die Hände gespuckt. Erst wurde die Ausschankhütte am Sportplatz mit Unterstützung von Fertighaus Weiss erstellt. Im Jahre 2012 konnte der Verein eine Messe-Hütte der Klenk-Holz AG übernehmen und für seine Zwecke ausbauen. Sie wurde mit einem Ballraum, Raum für die Sportplatzfarbe, Getränkelager und einer Sauna optimal ausgebaut und ist zum Zentrum des Sportbetriebes geworden. Die Eigenleistung war bei diesem Projekt enorm.

Nach einem Jahr Pause ging es dann 2017 an die Planungen der neuen Flutlichtanlage. Hier fand man mit Peter Michaels einen Partner, der in Planung und Umsetzung ehrenamtlich sein Spezialwissen einbrachte. Dank seiner Kenntnisse und Engagements konnte die aus dem Jahre 1972 stammende Anlage für das Hauptspielfeld und den Festplatz erneuert, und auf dem hinteren Sportplatz eine neue Anlage installiert werden. Die modernen LED- Strahler benötigen nicht nur wesentlich weniger Strom, sondern sind auch etwas heller. Daneben können durch eine App-Steuerung auch Sparmodi ausgewählt werden. Als weiteres Highlight konnte man auf allen Masten noch „Disco-Strahler“ montieren, die Festplatz und Sportgelände eine ganz eigene Atmosphäre geben werden. Das umfangreiche Projekt wurde vom „FCO-Flutlichtteam“ um Peter Michaels, Roland Bader, Karl Bader, Martin Kees und Gerhard Noller geplant, begleitet und umgesetzt.

Sportlich kann der Verein in den letzten 15 Jahren auch auf eine sehr erfolgreiche Zeit zurückblicken. Dass beim Tischtennis und Fußball das im Jahr 2012 erreichte hohe Niveau auf Dauer nicht gehalten werden konnte, war jedem bekannt. Der Aufstieg der Tischtennismannschaft in die Bezirksklasse und bei den Fußballern in die Bezirksliga waren Momente, die man nicht vergessen wird.

Den Prinzipien treu bleiben

Beim FC Oberrot erhalten aktive Sportler kein Entgelt vom Verein oder anderen Personen. Das ist, wenn es um sportliche Erfolge und um Ligaerhalt geht, ein großer Nachteil.

Für die Vereinsführung ist es aber „das Salz in der Suppe und das Elixier, mit dem ein Verein, wie der FC Oberrot, sich identifiziert und arbeitet“. Die Währung und die Triebfeder der Vereinszugehörigkeit seien die Kameradschaft. Das war so und soll beim FC Oberrot auch weiterhin so bleiben.

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