Gschwend Badsee in Flammen

Gschwend / Wolfgang Pfister 16.07.2018
Das Sommernachtsfest der DLRG-Ortsgruppe Gschwend im und am Badsee wird zum starken Publikumsmagneten.

Ein kurzer Regenschauer in den Mittagsstunden des Samstags tut der guten Stimmung unter den DLRG-Aktiven in Gschwend keinen Abbruch. Schon nach kurzer Zeit zeigt sich wieder die Sonne – und das soll auch so bleiben. Nur eine künstliche Wasserfontäne sorgt für feine Wassertropfen in der Luft.

Auf dem Badsee ist das Einsatzboot „Oskar Bauer“ unterwegs. Die Bootsbesatzung übt für den Sonntag, wenn Festgäste sich über den See paddeln lassen können. Als sich die Abendsonne im See spiegelt, füllt sich der Festplatz zusehends mit Gästen.

„Einen Karton Pommes“

Die Helfer an den Imbiss- und Getränkeständen kommen langsam ins Schwitzen. „Einen Karton Pommes“, ruft einer, während ein paar Meter daneben frisch herbeigeschaffte Steaks ins heiße Fett gelegt werden. DLRG-Mitarbeiter eilen zu den Ständen, um den benötigten Nachschub zu bringen. Vor der Kasse bilden sich lange Staus, und die Besucherströme reißen nicht ab.

Kinder tollen auf den Wiesen herum, und in der Hüpfburg herrscht Hochbetrieb. Die Sitzplätze sind fast restlos belegt, als die Badsee-Bar gegen 21 Uhr eröffnet wird. Auf einer Liegewiese werden die geplanten Schwimmformationen für das anstehende Fackelschwimmen in einer Generalprobe abgelaufen. Das soll der Höhepunkt des Abends werden.

Fackelträger bilden Halbmond

Zwei so gegensätzliche Elemente wie Feuer und Wasser mit Flammen und Spiegelungen wirken bei Nacht besonders faszinierend – das ist der Zauber dieses Sommernachtsfests. Die 26 Schwimmerinnen und Schwimmern teilen sich auf und steigen von zwei Seiten in den See, um sich in der Mitte zu treffen. In kreisenden Bewegungen schwimmen die Fackelträger fast lautlos im Wasser, um in Pfeilformationen überzugehen oder einen Halbmond zu bilden. Magnesiumfackeln werden gezündet, die den See in rötliches Licht tauchen, Rauchwolken ziehen über das Wasser, das Publikum applaudiert kräftig.

Die vorbereiteten Schwimmflöße mit rund 1400 bunten Teelichtern werden in den See gezogen, während Daniela Merk, Adrian Stütz und Manuel Munz das Publikum mit Feuerspucken in ihren Bann ziehen. Auf der Seemitte wird ein Feuerwerk gezündet. Nach wenigen Raketen ist plötzlich Schluss. Die Fackel für die Zündung ist plötzlich erloschen, und so wird rasch eine neue herangebracht. Nach kur­zer Zwangspause kommt das Publikum doch noch in den Genuss eines prächtigen Feuerwerks.

Das Ende der spektakulären Lichterschau wird vom Publikum mit kräftigem Applaus gewürdigt. Aber auch Kritik wird laut. Nicht wenige Zuschauer empfinden die Auswahl der Begleitmusik als unpassend. Zu hart und „heavymetalmäßig“, etwas ruhigere und romantischere Musik würde besser passen, so die Meinungen. Im nächsten Jahr ist dazu Gelegenheit.

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