Gaildorf ARWA-Band: Druck beginnt in Kürze

Noch ein wenig Feinschliff, und das Cover für das neue ARWA-Buch ist fertig gestaltet.
Noch ein wenig Feinschliff, und das Cover für das neue ARWA-Buch ist fertig gestaltet. © Foto: df
Gaildorf / Klaus Michael Oßwald 31.08.2018
Die Autoren haben ihre Arbeit abgeschlossen. Nun geht der zweite ARWA-Band, den die Stadt Gaildorf herausgibt, in die Produktion. Im November kommt das Werk in den Buchhandel.

Letzte Korrekturen sind erledigt und an die Druckvorstufe des Verlags übermittelt. Gaildorfs Stadtarchivarin Dr. Heike Krause ist erleichtert. Sie hat nicht nur an dem Buch mitgeschrieben, sondern es auch redigiert. Nun kann und will sie in nächster Zeit – zumindest vorübergehend – ein Wort nicht mehr hören oder lesen: ARWA.

Denn um dieses Kürzel mit den vier Buchstaben dreht sich (fast) alles in dem Buch. Es ist der zweite Band zur Geschichte der ARWA-Strumpfwerke, die zwischen 1948 und 1973 den Wirtschaftsraum Gaildorf wesentlich mitgeprägt haben. ARWA steht für das vermeintliche Wirtschaftswunder nach dem Krieg, aber auch als Symbol des Niedergangs zu Beginn der von Umbrüchen und Reformen geprägten 1970er-Jahre, als das Limpurger Land den Verlust mehrerer namhafter Unternehmen zu verkraften hatte.

Aufstieg und Niedergang

Darum geht es im bereits vor vier Jahren von der Stadt Gaildorf herausgegebenen ersten Band „ARWA – Aufstieg und Fall eines Strumpf­imperiums“, in dem die Firmengeschichte chronologisch aufgearbeitet wird. Der Bogen spannt sich von der Gründung im erzgebirgischen Auerbach über die Enteignung im sowjetisch besetzten Sachsen bis hin zum Neustart im Westen Deutschlands. Dabei steht Unterrot, damals mit bis zu 1700 Beschäftigten größter ARWA-Standort der Nachkriegszeit, im Mittelpunkt der von Heike Krause, Falk Drechsel und Klaus Michael Oßwald erarbeiteten, in sich eigentlich abgeschlossenen Dokumentation.

Die Materialfülle im Stadtarchiv und in den Privatarchiven der Autoren, aber auch ergänzende Hinweise interessierter Leser der ersten Ausgabe motivierte das dreiköpfige Autorenteam zur Herausgabe eines Folgebandes, der nun in den nächsten Tagen in die Produktion geht: „ARWA – Geschichten aus dem Strumpfimperium“ enthält viele Zeitzeugenberichte und umfangreiches, überwiegend erstmals veröffentlichtes Bildmaterial aus dem früheren Firmenarchiv. Dazu gibt es Hintergrundberichte über kaum oder gar nicht bekannte Ereignisse im Umfeld der ARWA, die erstmals einem breiten Leserkreis erschlossen werden.

Redaktionell ist das Buch abgeschlossen: „Rien ne va plus – nichts geht mehr. Gerade habe ich die Druckfreigabe erteilt!“ So lautet denn auch die Nachricht, die Redakteurin Heike Krause am Mittwoch kurz vor dem Zwölf-Uhr-Leuten an ihre Mitautoren per E-Mail versandte.

Die nächsten Schritte

Die nächsten Produktionsschritte werden nun – wie bereits die notwendigen Arbeiten der Druckvorstufe – im Hause der VDS-Verlagsdruckerei Schmidt in Neustadt an der Aisch erfolgen. Die erfahrene Mediengestalterin Ute Wanninger hat bereits ganze Arbeit geleistet. Dem Druck und den weiteren aufwendigen Produktionsschritten steht somit nichts mehr im Weg.

Bis Verleger Hans Karl Friedrich Schmidt, der das mehr als 190 Jahre alte Familienunternehmen in fünfter Generation leitet, das erste druckfrische ARWA-Exemplar in Händen halten kann, werden aber noch einige Wochen ins Land ziehen.

Info

„ARWA – Geschichten aus dem Strumpfimperium“ wird am 16. November im Gaildorfer Alten Schloss der Öffentlichkeit vorgestellt.

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