Gemeinderat Das schnelle Netz wird größer

Glasfaserleitungen wie die auf unserem Bild sollen schon bald weitere Teile der Gemeinde Gschwend ans schnelle Internet anschließen.
Glasfaserleitungen wie die auf unserem Bild sollen schon bald weitere Teile der Gemeinde Gschwend ans schnelle Internet anschließen. © Foto: dpa
Gschwend / Rainer Kollmer 11.04.2018

Die gemeinsame Verlegung des Glasfaser-Netzes durch den Ostalbkreis und die Gemeinde Gschwend tritt in eine neue Phase. Nachdem die Backbone-Leitung des Landkreises von Eschach her inzwischen bis Mittelbronn reicht, soll nach Aussage von Gschwends Bürgermeister Christoph Hald und dem IT-Beauftragten Thomas Munz die Ausschreibung der Leitungsverlegung entlang der bereits bestehenden Kabelverzweiger (KVZ) über Frickenhofen, Rotenhar, Hohen­ohl, Gschwend, Dinglesmad, Hagkling, Altersberg und weiter bis Krämersberg veröffentlicht werden.

Die Verlegungskosten für die Gemeinde sind mit 45 776,88 Euro veranschlagt. Anlieger, deren Grundstücke sich unmittelbar an der Leitungs-Trasse befinden, sollen die Möglichkeit erhalten, bereits jetzt einen Hausanschluss ans schnelle Internet verlegen zu lassen. Dies wird für 44 Haushalte möglich sein.

Der Gemeinderat beschloss, die Finanzierung der Anschlüsse entsprechend der bereits erfolgten Regelung in Mittelbronn zu gestalten. Demnach sollen interessierte Anlieger die Kosten ihres Anschlusses voll übernehmen. Die Gemeindeverwaltung gab zu bedenken, dass noch nicht bekannt sei, wie viel Geld man dafür veranschlagen müsse. Jedoch solle man mit einer Preissteigerung von mehr als 50 Prozent im Vergleich zu den Anschlüssen in Mittelbronn rechnen. Die Information der betroffenen Anlieger erfolgt durch das Ingenieurbüro Strobel. Die Kosten dafür übernimmt die Kommune.

Bürger warten

Gemeinderat Andreas Joos erinnerte daran, dass in Schlechtbach bereits Leerrohre für die Leitung bestehen und zahlreiche Bürger auf die entsprechenden Anschlüsse warten. Thomas Munz verwies darauf, dass die Planung zwar vorliege, aber der zeitliche Rahmen noch unbestimmt sei. Bürgermeister Hald bedauerte, dass die Planung länger dauerte als gedacht. Aus diesem Grund könne auch noch kein Termin für eine Informationsveranstaltung genannt werden. Immerhin müsse der Baubeginn für die zentrale Backbone-Leitung wegen der Landeszuschüsse noch im September 2018 terminiert sein. Isolde Schuster verwies darauf, dass Bayern einen kostenfreien Anschluss finanzieren würde. Sie regte an, dies auch bei der Landesregierung anzumahnen.

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