Im Januar 2019 soll Abtsgmünd dank Untergröninger Hilfe für einen Tag zur Narrenhochburg werden. Am 20. Januar findet zum ersten Mal der Ostalbumzug der Faschingsnarren in Abtsgmünd statt. Die Faschingsgesellschaft Untergröningen wird dieses Event in Kooperation mit dem Landratsamt und der Gemeinde Abtsgmünd vorbereiten und durchführen.

Dazu hat Martin Mehrer, Vorsitzender der Untergröninger Faschingsgesellschaft,  dem Gemeinderat das Konzept der Veranstaltung vorgetragen. Je nach Wetter werden zwischen 3000 bis 4000 Hästräger und bis zu 10 000 Zuschauer erwartet. Eine  Warm­up-Party und eine After-Umzugs-Party sowie eventuell eine Narrenmeile im Rathausumfeld sind ebenfalls geplant. Zuvor findet eine Narrenmesse, anschließend ein Präsidenten- und Zunftmeisterempfang statt. Über eine Beteiligung von Abtsgmünder Vereinen bei der Versorgung der Teilnehmer und Besucher soll laut Bürgermeister Armin Kiemel in der Besprechung der Vereinsvorstände informiert werden. Im Gremium sah man die geplante Veranstaltung sehr positiv, auch wenn Untergröningen an diesem Tag  dann erstmals die Herrschaft über Abtsgmünd übernimmt.

Nahwärmenetz wird teurer

Der Gemeinderat hat einen einstimmigen Beschluss für den Neubau eines Nahwärmenetzes für die Kochertal-Metropole, die Friedrich-von-Keller-Schule und das Hallenbad gefasst. Nach den ersten Beratungen im November 2014 soll das Projekt nun  nach mehreren Planungsversionen ausgeschrieben und ab Ende Mai 2018 umgesetzt werden. Es wird mit Baukosten in Höhe von rund 550 000 Euro gerechnet. Die ursprüngliche Kostenschätzung belief sich 2015 noch auf rund 420 000 Euro.

Die jetzigen Mehrkosten resultieren daraus, dass die vorhandene Gasleitung neu  dimensioniert werden muss und zusätzlich Glasfaserleitungen und Leerrohre verlegt werden. Die benötigte Wärmenergie von 1265 kW wird mittels eines Blockheizkraftwerks und zweier Gas-Brennwert-Kessel erzeugt. Die Aufteilung in mehrere Wärmeerzeuger erfolgt aus Gründen der Betriebssicherheit. Bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen hat der Gemeinderat mehrheitlich die Hausanschlusspauschalen für die Breitbanderschließung beschlossen.

Zuvor erfolgte im  technischen Ausschuss und auch im Gremium eine angeregte Diskussion über die Höhe der Pauschalen. Bei prognostizierten Baukosten (Stand 2015) würde der Anschluss aller Gebäude in Abtsgmünd rund 21 Millionen Euro kosten, wäre bei 3047 ermittelten Gebäuden ein theoretischer Betrag von 6913  Euro pro Gebäude.

Das Gremium legte die Grundpauschale auf 952 Euro fest, bei nicht vollständiger und betriebsbereiter Herstellung kann der Betrag um 50 Prozent reduziert werden. Die Grundpauschale beinhaltet das Breitbandleerrohr einschließlich Hauseinführung und Einblasen der Glasfaserleitung sowie das Setzen der  Netzanschlussdose.

Für die Verlegung der Breitbandleerrohre ab der Grundstücksgrenze wird eine Laufmeterpauschale von 119 Euro  für den befestigten Bereich und von 59,50 Euro für den nicht befestigten Bereich festgelegt.

Beim Verlegen können Eigenleistungen erbracht werden, die die Laufmeterpauschale reduzieren.