Baustelle Das Land saniert die Landesstraße zwischen Mainhardt-Stock und Hütten

Die Strecke zwischen Hütten und der B14 ist gesperrt: Die Straße wird bis Ende November umgebaut und saniert.
Die Strecke zwischen Hütten und der B14 ist gesperrt: Die Straße wird bis Ende November umgebaut und saniert. © Foto: Oliver Färber
FÄR 05.09.2015
Rund 900000 Euro steckt das Land Baden-Württemberg derzeit in die Landesstraße 1050. Bis Ende November wird sie saniert. Darauf hatten die Hüttener lange gewartet. Aber wird der Zeitplan auch eingehalten?

Bürgermeister Damian Komor und Pressesprecher Robert Hamm vom Regierungspräsidium Stuttgart geben sich unisono freudig. "Wenn wir etwas verbessern können, dann tun wir das", erklärt Hamm. Er spricht damit vor allem die unübersichtliche Kuppe an, die bei der in der letzten Woche begonnenen Sanierung der Landesstraße verschwinden wird.

"Wir sind sehr froh, dass es endlich geschieht", meint Komor. Man habe lange gekämpft, zahlreiche Schreiben gen Stuttgart geschickt. "Die Straße war in einem katastrophalen Zustand und dringend sanierungsbedürftig", so der Schultes. Klar gebe es jetzt Unannehmlichkeiten wegen der Baustelle. "Aber wenn ich mein Haus renoviere, hab ich auch Staub", fügt er hinzu. Auch Hamm wirbt um Verständnis. Die Fahrbahnbreite lasse nur das Arbeiten unter Vollsperrung zu. Bis Ende November ist deshalb die Straße für den Verkehr gesperrt.

Das versteht auch Alfons Eichkorn, Ortsvorsteher von Hütten. Er sieht die Maßnahme mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Er habe Verständnis für die Vollsperrung, glaubt aber, nachdem er die Arbeiten beobachtet hat, nicht, dass der Zeitplan eingehalten werden kann. "Ich habe auch schon Bauplanung gemacht. Aber die derzeit drei Leute auf der Baustelle schaffen das doch nicht in drei Monaten", meint er. Dabei müsse alles dafür getan werden, dass dieses Nadelöhr schnell wieder frei werde.

"Ich sehe die Sanierung aber absolut positiv", lässt er keinen Zweifel an seiner Unterstützung. Die Hüttener warteten darauf, endlich wieder eine vernünftige Anbindung zu haben.

Aber er hat auch schon kritische Stimmen im Ort gehört. "Es wird beklagt, dass nicht die kurze Strecke zwischen Hütten und dem Wald auch noch gleich gerichtet wird, wenn schon alle Maschinen dafür sowieso vor Ort sind", berichtet der Ortsvorsteher.

Dass die Kuppe abgetragen und der Belag keine Schlaglöcher mehr haben wird, das sei auch gut so. Trotzdem befürchtet er auch negative Auswirkungen. "Das könnte eine Rennstrecke werden. Auf dem geraden Stück kann man schnell fahren", meint Eichkorn.

Probleme mit Umleitung

Chaos Der Hüttener Ortsvorsteher findet klare Worte, was die derzeitige Verkehrssituation während der Vollsperrung der L1050 angeht: "Der Verkehr läuft wirr", sagt Alfons Eichkorn. Umgeleitet wird über Bibersfeld und Michelfeld. Vor allem Laster würden verbotenerweise auf kleinen Wegen fahren. Manche Brummis führen über den Württemberger Hof und über den Roten Weg. "Die ignorieren die Hinweise zur Umleitung in Wielandsweiler", meint er. Allerdings hält er die Ausschilderung dort für mangelhaft: "Die Schilder stehen verdeckt und schlecht sichtbar in einer Kurve und hinter Bäumen." Manche LKW stünden deshalb dann plötzlich vor der Sperre in Hütten - und kämen nicht mehr weiter.

Raser Eichkorn kritisiert auch die Fahrweise auf den Umleitungsstrecken. "Trotz 500 PS sollte man sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten", scherzt er. Auf kleinen Wegen und durch Orte werde zu oft gerast.

FÄR