Sponsoring Das Kulturangebot sinnvoll ergänzen

Der Förderverein Kultur und Sport will in Gschwend das gesellschaftliche Leben bereichern und andere Vereine unterstützen.
Der Förderverein Kultur und Sport will in Gschwend das gesellschaftliche Leben bereichern und andere Vereine unterstützen. © Foto: Rainer Kollmer
Gschwend / Rainer Kollmer 22.09.2018
Der Förderverein Sport- und Kultur ist in Gschwend so etwas wie ein Über-Verein, der andere gemeinnützige Einrichtungen unterstützt.

Vereine werden gegründet, um Menschen mit ähnlichen Interessen eine Anlaufstelle zu bieten. Die bunte Palette bewegt sich zwischen Briefmarkentausch, Schachturnier, gemeinsamem Wandern oder Musizieren. Der Förderverein Sport und Kultur bildet in Gschwend dabei eine Ausnahme. Gemeinsames Tun steht in der Satzung weit im Hintergrund. Die Mitglieder wissen, dass mit ihrem Beitrag die anderen Vereine von Gschwend unterstützt werden.

Der Verein wurde am 8. Juli 1997 gegründet, um den Bau einer dringend benötigten Mehrzweckhalle auf den Weg zu bringen. Die bestehende Gemeindehalle aus den 1950er Jahren sollte eine große „kleine Schwester“ bekommen, die sowohl der Heinrich-Prescher-Schule als auch den zahlreichen Vereinsabteilungen der Turn- und Sportfreunde (TSF) und weiteren Organisationen zur Verfügung stehen würde. Mit den Vereinsbeiträgen und zahlreichen Spenden gelang es dem Förderverein, dass bereits am 5. Mai 2006 die neue Mehrzweckhalle eingeweiht werden konnte. Damit schienen die Zielsetzungen des Vereins erreicht. Die damalige Vorstandschaft konnte zurücktreten.

Einige engagierte Bürger sahen den Förderverein jedoch als zukunftsweisende Chance für weitere, offen gehaltene Förderprojekte. Die Beiträge von 2,50 Euro im Jahr und die weiterhin eingehenden Spenden wollte man nicht einfach verlieren. Etwa 400 Mitglieder zählt der Verein heute.

Die Satzung des Fördervereins hat noch ein drittes Standbein. Christoph Kinkel von der Musikgruppe „Gradraus“ hatte vor zwei Jahren zusammen mit Vorstand Uwe Heunisch die Idee, auch den kulturellen Anspruch des Vereins stärker in den Blick zu nehmen. Eine Konkurrenz zu anderen örtlichen Angeboten konnte es jedoch nicht sein. „Sport und Kultur“ sollte ja den anderen Vereinen nützen, nicht schaden. So fand im Oktober 2017 ein erstes Mundartfestival mit „Gradraus“ und „Frl. Wommy Wonder“ statt. Damals wurden in der Gemeindehalle immerhin 160 Besucher gezählt – für den Verein trotzdem noch ein Minus-Geschäft. Aber die Verantwortlichen legten großen Wert darauf, dass der Eintritt günstig blieb. „Es ist schwer, etwas Neues zu installieren“, weiß Uwe Heunisch und hofft, dass es bei der nächsten Veranstaltung am 20. Oktober dann endlich mehr als 300 Besucher werden. Am gleichen Abend findet um 20 Uhr im Bilderhaus die Eröffnungsveranstaltung des 32. Musikwinters statt.

Info Das zweite Mundartfestival findet am 20. Oktober um 19.30 Uhr in der Gemeindehalle statt. Im Vorverkauf können Eintrittskarten zu 18 Euro im Rathaus (Email: elisabeth.wilk@gschwend.de), bei Schreibwaren Grau, Salon Traudl und bei der Mutlanger Bank in Gschwend erstanden werden.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel