Gaildorf Das Höfleswetzturnier bleibt auf der Strecke

Das Neun-Meter-Schießen entwickelte sich in Münster zu einer gelungenen Alternative für das bisher praktizierte Fußballturnier mit Freizeitmannschaften.
Das Neun-Meter-Schießen entwickelte sich in Münster zu einer gelungenen Alternative für das bisher praktizierte Fußballturnier mit Freizeitmannschaften. © Foto: Karl-Heinz Rückert
Gaildorf / Karl-Heinz Rückert 01.08.2018
Die Dorfsportgemeinschaft disponiert mangels zu geringer Anmeldungen von Teams einfach um.

Ein Sommerwochenende mit allem, was dazugehört konnten die Besucher beim traditionellen Münsterfest genießen. Unterhaltungsmusik im Festzelt, ein Neun-Meter-Fußballturnier, leckeren Salzkuchen am Freitag und mehr hatte die Dorfsportgemeinschaft (DSG) in ihrem Wohlfühlangebot.

Musikalisch unterhaltsam begann am Freitagabend das Fest mit den „Limes Linern“. Über Besuchermangel konnte sich die DSG nicht beklagen. Das Festzelt war voll, ebenso beim Auftritt von „Reset“ am Samstagabend, wobei sich das Publikum scheinbar ermattet durch das Neun-Meter-Fußballturnier bei drückender Schwüle am Nachmittag mit Temperamentsausbrüchen zurückhielt oder sich bei nächtlicher Kühle vor dem Zelt erholte.

Das Höfleswetzturnier – ein fester Programmpunkt beim Münsterfest – musste mangels Meldungen von Freizeitmannschaften entfallen. Das brachte die Veranstalter keineswegs in Verlegenheit. Kurzfristig wurde anstelle des Turniers der Freizeitkicker ein Neun-Meter-Turnier ausgerufen, das für Aktive wie Zuschauer nicht weniger Unterhaltungswert bot. Acht Mannschaften waren teils professionell oder einfach in Strohhut, Straßenschuhen und Jogginghosen ausgestattet zum Duell vom Neun-Meter-Punkt angetreten. Die Turnierregel sah vor, dass nur die vier besten Teams in die K.-o.-Runde kamen. In der Vorentscheidung blieben das „Team Wombat“, die „DSG Schweißausbruch“ und die beiden Teams der „Wiesenkicker“ auf der Strecke. Erfolgreich setzten sich im Turnierhalbfinale die „Hüttlesbolzer“ gegen „Mein persönlicher Favorit“ mit 4:1 Toren und „1899 Besoffensein“ gegen die Neun-Meter-Schützen vom „Lido Mittelrot“ mit 4:2 durch. Beim Spiel um den dritten Platz behielt „Lido Mittelrot“ gegen „Mein persönlicher Favorit“ mit 5:4 Toren die Oberhand. Den ersten Platz eroberte im Finale „1899 Besoffensein“. Deren Neun-Meter-­Schützen verwiesen die „Hüttlesbolzer“ knapp mit 4:3 Toren auf Platz 2.

Dem schweißtreibenden Programm mit begeisterten Teilnehmern und Zaungästen, das die Dorfsportgemeinschaft gerne wiederholen möchte, folgte ein eher ruhiger und entspannter Sonntag beim Münsterfest. Nach dem Gottesdienst war zünftige Blasmusik der Kapelle „Blächerovka“ aus dem Festzelt zu hören. Das Münsterfest 2018 fand am Abend mit der Band „Forever“ schließlich einen behaglichen Ausklang.

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