Gschwend Dammbau steht kurz vor dem Abschluss

Der mit Stahlmatten eingezäunte neue Mönch am Gschwender Bergsee.
Der mit Stahlmatten eingezäunte neue Mönch am Gschwender Bergsee. © Foto: Wolfgang Pfister
Gschwend / Wolfgang Pfister 24.04.2018
Der beliebte Bergsee bei Gschwend ist immer noch eine Baustelle. Demnächst soll er wieder gefüllt werden.

Bernd Gronbach ist sich sicher, dass die Arbeiten am Gschwender Bergsee in diesen Tagen abgeschlossen werden können. Verzögerungen hatten sich durch einen Ausschreibungsfehler ergeben, erklärt der Bauunternehmer, der mit der Sanierung beauftragt wurde: Das bereits eingebaute Ablaufwerk entpuppte sich als zu niedrig und  musste ersetzt werden. Über diesen sogenannten Mönch wird der See entwässert.

Das neue Ablaufrohr ist mit zirka 40 Zentimetern Durchmesser rund doppelt so stark wie das alte. Das vom Mönch ablaufende Wasser fließt in einen Schacht auf der Dammrückseite, stürzt darin rund drei Meter in die Tiefe und fließt durch Schutzklappen und Stahlgitter sanft ins Bachbett.

Die alten Überlaufrohre am Damm wurden komplett entfernt.Künftig gibt es nur noch ein Überlaufbauwerk: eine Vertiefung in der linken Seite des Damms, über die das Wasser etwa bei starkem Regen in den Seebach abfließen wird. Dem Schutz vor Bibern wurde besondere Aufmerksamkeit gezollt. Denn es besteht durchaus die Möglichkeit, dass der Nager über den in den Kocher mündenden Steigersbach und den Seebach eines Tages den Weg zum Bergsee findet.

Der Damm ist nun mit Biberschutznetzen versehen, die mit Gestein bedeckt werden. Zusätzlich wurden in einigen Metern Abstand zum Mönch Baumstämme in den Seegrund gerammt und mit senkrechten Baustahlmatten bestückt, die bis zum Damm reichen. So entstand rund um den Mönch ein umlaufender Gitterschutz, der auch Treibholz abhält. Wenn der See in einigen Wochen wieder aufgestaut wird, liegt diese Umzäunung knapp unter der Wasseroberfläche.