Oberrot Bürgermeister: Sind bei Backbone dabei

Oberrot / Brigitte Hofmann 17.05.2018
Oberrot stimmt der interkommunalen Zusammenarbeit in Sachen Ausbau des Breitbandnetzes zu.

Bereits im Jahr 2013 lautete die Zielvorgabe der Bundesregierung, bis 2018 eine flächendeckende Grundversorgung mit mindestens 50 Mbit/s sicherzustellen. Ende 2017 lag sie bei 6 Mbit/s. Nun ist das Jahr 2025 für den flächendeckenden Ausbau von Giganetzen angepeilt. „Zahlen lügen nicht“, stellte Bürgermeister Daniel Bullinger in der Gemeinderatssitzung fest. Er hofft, dass es jetzt vorangeht.

Die konkrete Phase des Projekts zur Verbesserung der Breitbandversorgung ist angelaufen. Der Gemeinderat segnete den Entwurf des öffentlich-rechtlichen Vertrags ab, der die Zusammenarbeit des Landkreises mit den Kommunen regelt. Die sieht so aus, dass der Landkreis ein zusammenhängendes Rückgrat-Netz (Backbone) errichtet und entlang der Trassen etwa 165 Übergabepunkte zur Verfügung stellt. Für den Ausbau der innerörtlichen Netze sind die 30 Kommunen selbst verantwortlich. Die Zuschüsse werden gemeinsam beantragt und koordiniert ein Netzbetreiber gesucht. Dadurch erhofft man sich bessere Konditionen. Nach Prüfung aller Optionen sieht Bullinger im Backbone-Konzept die beste Lösung.

Wie sich das finanziell gestaltet, sei momentan nicht abzusehen. Der Zeitplan sieht vor, dass bis 30. Juni 2018 die Rückmeldungen der Kommunen erwartet werden. Am 10. Juli tagen die Ausschüsse für Verwaltung und Finanzen sowie Umwelt und Technik, in der Kreistagssitzung am 24. Juli in Oberrot werden die endgültigen Beschlüsse gefasst. Für die Arbeiten rechnet Bullinger mit dem zeitlichen Korridor 2019 bis 2022. Es werde Jahre dauern, bis die Breitband-Glasfaser in allen Weilern angekommen ist, so Bullinger.