Mehrere Güterzüge rollen jeden Tag von Stuttgart nach Hessental. Sie befördern Erdaushub von den Baustellen des Projektes Stuttgart 21, mit dem der Steinbruch in Wilhelmsglück verfüllt wird. Gestern Nachmittag gegen 16 Uhr endet die Fahrt eines solchen Güterzugs mit seinen gelben Wagen bereits an einem roten Signal in Gaildorf.

Nach ersten von der Deutschen Bahn noch nicht bestätigten Erkenntnissen hatte sich an einem oder mehreren Wagen des Güterzugs die Bremse nicht vollständig gelöst. Die Bremsbacken streiften so über die Radflächen und erhitzten die Radscheiben der Achsen – was als Heißläufer bezeichnet wird. Zudem kam es wohl, wie in der Vergangenheit schon öfter bei gleich gelagerten Störungen zu beobachten war, zu einem Funkenflug – ähnlich wie beim Bearbeiten von Metall mit einer Flex. Die Funken setzten dann offensichtlich trockenes Gras oder anderes brennbares Material neben den Gleisen in Brand. Besonders betroffen war Fichtenberg. Hier standen einige Bereiche der Böschungen in Flammen, zudem galt es, Glutnester entlang der Schienen zu finden.

Gaildorf

In Gaildorf kühlte die Feuerwehr die heißen Bremsen und Räder des auf Gleis 1 stehenden Güterzugs herunter, was teilweise zu erheblichen Verspätungen führte. An Gleis 3 stand derweil der planmäßig um 16.10 Uhr in Richtung Stuttgart abfahrende Regional­express aus Nürnberg. Für diesen Zug ging es wegen der Löscheinsätze in Fichtenberg zunächst nicht weiter.

Noch weitere Verbindungen auf der Murrbahn waren betroffen. Zumindest bis 18.10 Uhr fielen alle Zugfahrten aus. Teilweise wurden Busse als Ersatz eingesetzt.

Wir werden weiter berichten.

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