Gaildorf Bezirkskantorin Mirjam Scheider hört auf

Mirjam Scheider dirigiert das Weihnachtskonzert der Gaildorfer Kantorei: Die Kirchenmusikerin will sich beruflich neu orientieren.
Mirjam Scheider dirigiert das Weihnachtskonzert der Gaildorfer Kantorei: Die Kirchenmusikerin will sich beruflich neu orientieren. © Foto: Archiv/Horst Ettensberger
Gaildorf / kmo 18.05.2018
Gaildorfs Bezirkskantorin will sich nach etwas mehr als einem Jahr ihres Engagements im evangelischen Kirchenbezirk Gaildorf beruflich neu orientieren.

Die Nachricht an „liebe Musikfreunde“ hat Mirjam Scheider (33) in den frühen Morgenstunden des gestrigen Donnerstags versandt. Sie ist mit „Neue Wege & Abschied“ überschrieben. Konkret: Die engagierte Gaildorfer Kirchenmusikerin hört auf. Beruflich hätten sich für sie neue Wege aufgetan, „die zur Folge haben, dass ich meine Tätigkeit als Bezirkskantorin an der Stadtkirche und im Kirchenbezirk Gaildorf beenden werde“, schreibt sie in ihrer Mitteilung.

Weiterhin musikalisch

Und sie terminiert auch ihren Abschied: Am 20. Juni werde ihr letzter Arbeitstag sein. In welche Richtung sie sich beruflich orientiert, lässt sie in dem Schreiben offen. Für eine Stellungnahme war sie gestern nicht erreichbar. Fest steht allerdings, dass sie die Musik nicht an den Nagel hängt:  Neben ihrem neuen Beruf, den sie ab 1. Juli ausüben wird, wolle sie in ihrer Freizeit „weiterhin als Sängerin, Organistin, Pädagogin und Dirigentin tätig sein“ – und sie freue sich über Anfragen.

Die gebürtige Backnangerin Mirjam Scheider, die in Großerlach aufgewachsen ist, hatte zum 1. April vergangenen Jahres die Nachfolge des nach mehr als 30 Jahren Dienst in den Ruhestand getretenen Gaildorfer Bezirkskantors Manfred Probst angetreten.

Akzente gesetzt

Bereits im Sommer 2016 war die studierte Kirchenmusikerin vom Besetzungsgremium des evangelischen Kirchenbezirks gewählt worden. In der kurzen Zeit als Bezirkskantorin hat sie vielfältige Akzente gesetzt und musikalische Projekte organisiert und begleitet. Auch das Programm zum Reformationsjubiläum 2017 trug ihre Handschrift. Nun wird sie in wenigen Wochen aufhören.

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