Einstimmig hat der Ortschaftsrat Pommertsweiler in seiner Sitzung am Dienstag beschlossen, an den Abtsgmünder Gemeinderat einen Antrag zum Fassen eines Bau- und Ausschreibungsbeschlusses für eine Teilerschließung des Gebiets „Hofwiese VI, 1. Änderung“ zu stellen. Zahlreiche Bürger, darunter Bauwillige der jüngeren Generation, die gerne im Ort bleiben und dort bauen wollen, waren bei der Sitzung in der Turn- und Festhalle anwesend. Diese machten auch deutlich, dass sie sich in anderen Gemeinden nach Bauplätzen umsehen wollen, wenn nicht bald neue Bauplätze angeboten werden.
Die erste Planung für „Hofwiese VI“ stammt aus dem Jahr 1980. Schon damals konnte die Gemeinde mit dem Grundstückseigentümer, der auch heute noch die Umsetzung des Baugebiets durch Nichtverkauf eines 4268 Quadratmeter großen Grundstückes blockiert, keine einvernehmliche Einigung erzielen. Als Ersatz wurde dann das Baugebiet „Hardtfeld“ geschaffen. Im Jahre 1998 wurde ein erneuter Versuch gestartet – vergeblich. Letztendlich wurde das Problem mit dem Baugebiet „Obere Straße“ gelöst.
Man habe ja seit 1997 einen genehmigten Bebauungsplan „Hofwiese VI“, der umgesetzt werden soll, sagte Ortsvorsteher Egon Ocker. Ein erneuter Versuch, zu einer Einigung zu kommen, erfolgte 2018, aber der Grundstücksbesitzer gab das Flurstück wieder nicht her und stellt in schöner Regelmäßigkeit völlig aus der Luft gegriffene, inakzeptable Forderungen.

Stuttgart/Murrhardt.

9 statt 15 neue Plätze

Der gültige Bebauungsplan sieht die Schaffung von 15 Bauplätzen vor. Mit der nun vorgesehenen Teilerschließung ohne das besagte Grundstück sollen nun wenigstens neun Bauplätze erschlossen werden. Sowohl der Ortsvorsteher als auch Bürgermeister Armin Kiemel wiesen darauf hin, dass gewisse Spielregeln eingehalten werden müssten und sich der Rahmen bezüglich des Preises, den die Gemeinde für unerschlossenes Bauland be­zahle, in allen Teilorten der Gemeinde auf demselben Niveau bewege. Es stehe dabei immer das Ziel im Vordergrund, dass man in den Teilorten für Bauwillige günstiges Bauland bereitstellen könne.

Kiemel lässt es bleiben

Diese Bemühungen seitens der Gemeinde würden in allen anderen Teilorten wie Neubronn, Wöllstein, Untergröningen oder Hohenstadt auch honoriert werden. Überall, wo im Flächennutzungsplan Bauplätze geplant wurden, konnte auch der Grunderwerb zu für alle Seiten auskömmlichen Bedingungen und einheitlichen Preisen erfolgen. Nur Pommertsweiler mache da eine Ausnahme.
Er werde auf jeden Fall die Lösung mit den nördlich gelegenen Bauplätzen in seiner Amtszeit nicht mehr in die Hand nehmen, betonte Bürgermeister Kiemel. Dann bleibe die durch die kleine Lösung zurückbleibende Baulücke eben eine Wiese, bedauerte er. Es sei schade, denn mit den zusätzlichen sechs Bauplätzen hätte man sicherlich auch ein wirtschaftlicheres Angebot für die Erschließung bekommen können und daraus resultierend auch günstigere Bauplatzpreise.