50.000 Euro für die Sanierung eines Bahnübergangs, dessen Schienen nur noch von der Draisinen-Bahn genutzt werden? Für die Sulzbach-Laufener Räte ist das keine Option. Gemeinderat Fritz Jäger, zugleich Pächter der Draisinenbahn, suchte mit den Ratskollegen nach einer Lösung. Der ehemalige Bahnübergang der WEG an der Ernst-Hölzle-Brücke in Laufen ist marode. Die komplette Unterkonstruktion, in der noch alte Bahnschwellen verbaut sind, ist durchgefault, die Schienen verbogen, die Betonplatten gebrochen – gefährlich für Motorrad- und Autofahrer.
Auch die Draisinen springen dort immer wieder aus den Schienen. „Mit Flicken ist da nichts mehr“, berichtete Bürgermeister Bock von einem Ortstermin mit Verbandsbaumeister Manfred Sonner. Auf rund 50.000 Euro bezifferte das Verbandsbauamt die Sanierung des Bahnübergangs. 15.000 bis 20.000 Euro würde es kosten, die Schienen herauszunehmen und den Bahnübergang zu schließen. Doch wohin mit den Draisinen? Man könnte sie durchaus über den dann komplett geteerten Bahnübergang schieben, so Fritz Jäger. „Das geht ganz gut. Und wir würden die Leute dabei begleiten und unterstützen.“ Einstimmig entschieden sich die Räte daraufhin für die Entfernung der Schienen und die Schließung der Straßendecke.
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