Limpurger Land Badefreuden im grünen Bereich

Im Diebach-Stausee in Fichtenberg suchten Badegäste gestern Nachmittag Abkühlung. Die Behörden bescheinigen eine gute Wasserqualität.
Im Diebach-Stausee in Fichtenberg suchten Badegäste gestern Nachmittag Abkühlung. Die Behörden bescheinigen eine gute Wasserqualität. © Foto: Peter Lindau
Limpurger Land / Peter Lindau 08.08.2018
Die Hitzewelle hat der Biologie im Fornsbacher Waldsee nicht geschadet. Auch der Diebach-Stausee in Fichtenberg ist unauffällig. Im Badsee in Gschwend erkennt ein Fachmann einen Hinweis auf fäkale Kontamination.

Für den Fornsbacher Waldsee und den Diebach-Stausee in Fichtenberg werden in Sachen Wasserqualität auf der Übersichtskarte der Landesanstalt für Umwelt drei Sterne ausgewiesen, für den Gschwender Badsee zwei. Die Hitze scheint die beliebten Badegewässer bis jetzt nicht in Mitleidenschaft gezogen zu haben. Andernorts, zum Beispiel am Hochrhein zwischen dem Bodensee und Basel, sterben Fische im viel zu warmen Flusswasser.

Steffen Kienzle vom Landratsamt in Waiblingen gab gestern für Fornsbach Entwarnung: „Unser Gesundheitsamt hat heute den Waldsee besichtigt. Es waren keine Blaualgen zu erkennen. Ebenso keine toten Fische. Stattdessen munter schwimmende Fische im Wasser. Die Temperatur betrug 27,1 Grad Celsius.“ Der See sei unauffällig.

Probe ein Mal pro Monat

Das Wasser im Waldsee wird, wie in den 300 im Land angemeldeten Badegewässern, mindestens ein Mal pro Monat untersucht. Macht es während einer Hitzephase Sinn, das Überprüfungsintervall zu verkürzen? Im Landratsamt Ostalbkreis verweist man an Stuttgart: „Das Landesgesundheitsamt gibt alles vor.“ Der Gschwender Badsee werde nächste Woche wieder getestet.

In der Landeshauptstadt widerspricht man einer Beschränkung. Wie häufig Proben gezogen und in einem akkreditierten Labor untersucht werden, sei Sache der Betreiber von Badegewässern, sagt Dr. Jens Fleischer. Der Leiter des Labors für Wasserhygiene des Landesgesundheitsamtes (LGA) meint damit Privatpersonen, Gemeinden, Städte und Kreise. Proben könnten so häufig wie gewünscht gezogen werden. Damit die Ergebnisse in eine Bewertung über die Wasserqualität einfließen, müssen diese an das LGA übermittelt werden. Dort würden sie in eine europaweite Datenbank eingepflegt.

Bei Auffälligkeiten könne man im Einzelfall entsprechend reagieren. Doch die Maßnahmen seien sehr differenziert zu treffen. Wenn zum Beispiel im Gschwender Badsee in einer Probe vom 16. Juli Bakterien des Typs Escherichia coli in einem fast zehnfach höheren Wert als in der Probe vom 18. Juni gefunden wurden, sei dies zwar ein „Hinweis auf fäkale Kontamination“. Den Wert hält Fleischer aber für unbedenklich.

Messwerte und Einstufung

Online Die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg veröffentlicht auf ihrer Internetseite eine Badegewässerkarte (www.lubw.baden-­wuert­temberg.de/wasser/badestellen-in-baden-wurttemberg).

Daten Aufgelistet werden dort neben einem Steckbrief des Badegewässers mit Lagekarte und Infrastruktur auch die Ergebnisse von Wasseranalysen sowie eine Bewertung nach der EU-Badegewässerrichtlinie.

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