Unfall Auf stehendes Auto geprallt und gegen Bus geschleudert

Gaildorf / Klaus Michael Oßwald 15.02.2018
Drei Verletzte, drei völlig demolierte Fahrzeuge: Das ist die Bilanz eines Verkehrsunfalls, der sich gestern am frühen Nachmittag auf der Bundesstraße 298 ereignet hat. Der Gesamtschaden wird auf 65.000 Euro geschätzt.

Ein folgenschwerer Verkehrsunfall hat am frühen Mittwochnachmittag kurz vor 12.30 Uhr den Verkehr auf der Bundesstraße 298 zwischen Gaildorf und Gschwend für mehrere Stunden zum Erliegen gebracht. Drei Menschen erlitten Verletzungen. Alle drei Fahrzeuge – darunter ein Linienbus, in dem sich zu diesem Zeitpunkt keine Fahrgäste befanden – haben nur noch Schrottwert. Der Sachschaden summiert sich nach ersten Schätzungen auf rund 65.000 Euro, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Aalen berichtet.

Zwei Verletzte im Krankenhaus

Wie die Polizei das Geschehen am mit unzähligen Trümmerteilen übersäten Unfallort rekonstruierte, war ein 33 Jahre alter Autofahrer aus dem Hohenlohekreis mit seinem VW in Richtung Gaildorf unterwegs. Genau auf Höhe der Abzweigung nach Honkling prallte er mit seinem Wagen auf einen in Berlin zugelassenen Ford. Dessen 49-jähriger Fahrer hatte an der Abzweigung verkehrsbedingt angehalten. Der Aufprall muss so heftig gewesen sein, dass der VW auf die Gegenfahrbahn schleuderte – frontal auf den entgegenkommenden Linienbus der DB Regiobus Stuttgart.

Der 33-Jährige erlitt schwere Verletzungen, konnte sich aber aus eigener Kraft aus dem deformierten Wrack befreien. Er wurde mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Ebenfalls ins Krankenhaus musste der 54 Jahre alte Busfahrer, der leicht verletzt wurde. Mit leichten Blessuren überstand der Ford-Fahrer den Unfall.

Vor Ort war neben Rettungsdienst und Polizei auch die Gaildorfer Feuerwehr mit zwei Fahrzeugen und acht Feuerwehrleuten, darunter Vize-Kommandant Gerhard Horlacher. Während der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten war die Bundesstraße für mehrere Stunden voll gesperrt. Durch ausgelaufenes Öl war die Fahrbahn derart verschmutzt, dass zunächst eine Spezialfirma zur Reinigung angefordert werden musste.

Bis die Strecke wieder befahrbar war und freigegeben werden konnte, leiteten die Polizei, die mit mehreren Streifen im Einsatz war, und Kräfte der Straßenmeisterei den Verkehr weiträumig um – ab Unterrot über Schönberg und Rotenhar nach Gschwend und umgekehrt.

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