Neujahr Auf ein sorgenfreies 2014!

Prosit Neujahr! Ganz so gelassen wie auf dieser etwa 100 Jahre alten Karte sind in heutiger Zeit nicht alle Grußbotschaften. Viele Glückwünsche zeugen auch von einem gewissen Maß an Unsicherheit.
Prosit Neujahr! Ganz so gelassen wie auf dieser etwa 100 Jahre alten Karte sind in heutiger Zeit nicht alle Grußbotschaften. Viele Glückwünsche zeugen auch von einem gewissen Maß an Unsicherheit.
Gaildorf / KMO 30.12.2013
Wenn sich alle guten Wünsche bewahrheiten, die in den vergangenen Tagen die RUNDSCHAU-Redaktion erreichten, dann muss 2014 ein überaus erfolgreiches und in jeder Hinsicht gutes Jahr werden.

Briefe, gedruckte Ansichtskarten oder selbst entworfene Grußbotschaften, E-Mails mit vielen Fotos oder Videobotschaften - die Redaktionspost im Vorfeld der Weihnachtsfeiertage und zum Jahreswechsel ist so umfangreich und vielfältig wie selten zuvor. Sämtliche guten Wünsche zusammengefasst, würden ein dickes Buch füllen, eine aufmunternde Lektüre.

"Lassen Sie sich in den kommenden Wochen, Monaten und im neuen Jahr 2014 täglich auf einen neuen Lebensweg in die Zukunft ein", ermuntert die Leitung einer Schule die Adressaten. Wir sollten uns dabei aber "auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben" besinnen, wünscht ein Fotograf der Redaktion - wenngleich dieser durchaus gut gemeinte Wunsch vielleicht auch Ärger programmiert: Was ist wirklich wichtig? Was dem einen Leser gefällt, erachtet der andere für unnötig - und umgekehrt. Also freuen wir uns, wie die Presseabteilung eines großen Dienstleisters schreibt, auf täglich neue Herausforderungen. Dies nach Tagen der Gemütlichkeit, des Ausruhens und Genießens und des Sammelns von Kräften für ein neues Jahr, die uns eine Weiterbildungseinrichtung mit Blick auf Weihnachten und den Jahreswechsel ans Herz gelegt hatte.

Verteidigung der Werte beginnt im Kleinen

Aus Berlin kam mit der Weihnachtspost ein faltbares Christbäumchen, mit dem ein Abgeordneter den Zeitungsleuten "ein sorgenfreies 2014" wünscht.

Mut machte ein ranghoher Kirchenmann den Empfängern seiner Weihnachtsbotschaft mit den Worten des Engels, der einst die Geburt Jesu verkündet haben soll: "Fürchtet euch nicht!" Der Geistliche wendet sich mit seiner "Anti-Angst-Botschaft" unter anderem gegen Krieg, Gewalt und Ausgrenzung.

In ähnlicher Weise liest sich der Gruß zweier engagierter Gewerkschafter, die mit den Worten Hugo Ernst Käufers über Frieden nachdenken. Zum Beispiel: "Frieden ist, wenn der Mensch nicht mehr des Menschen Wolf ist".

Interessant auch, was ein Verband seinen Mitgliedern und Freunden versichert: Man freue sich auf ein weiterhin gutes Miteinander im neuen Jahr und sei bestrebt, "für Sie das Bewährte zu erhalten und das Neue zu versuchen".

Ein Jurist gibt dabei zu bedenken, dass es zur Verteidigung des Rechtsstaates nicht nur der großen Politik bedürfe, sondern jedes Einzelnen, schließlich "beginnt der Aufbau und die Verteidigung der Werte im Kleinen". Kollegium und Rektorat einer Schule ergänzen diese nicht von der Hand zu weisende Feststellung mit den Worten Albert Schweitzers: "Wo Licht in den Menschen ist, scheint es aus ihnen heraus".

Dass nichts so beständig sei wie die Veränderung, daran erinnern die Abschiedsworte eines Mannes, dessen Behörde mit Beginn des neuen Jahres nicht mehr existiert. In die vordergründige Gelassenheit mischt sich Wehmut, aber auch ein gerüttelt Maß an Enttäuschung - in einer Zeit, "in der unser Glaube, unsere Leidenschaft, unsere Widerstandskraft bis an die äußerste Grenze strapaziert wird"!

In diesem Zusammenhang mahnt ein gereimtes Bürgermeisterwort zum Innehalten - "damit der Alltag nicht so ganz verdeckt, was noch an Menschsein in uns steckt". Oder um es mit Wilhelm Busch zu sagen, mit dessen Neujahrs-Gedicht ein Pädagoge seine guten Wünsche verbreitete: "Jede Gabe sei begrüßt, doch vor allen Dingen: Das, worum du dich bemühst, möge dir gelingen!"

Vor diesem Hintergrund erscheinen die vielen anderen Wünsche an unsere Redaktion in einem verheißungsvollen Licht: viel Freude, Erfolg wie Zufriedenheit, vor allem aber eine stabile Gesundheit, eine weiterhin vertrauensvolle Zusammenarbeit, "positive Reflektionen Ihrer Gedanken" - und vieles andere mehr. Wenn nur ein Teil davon in Erfüllung geht, dann muss das Jahr 2014 ja ein gutes Jahr werden.

Vielleicht getreu dem "NSA-geschützten Neujahrswunsch" einer Mitarbeiterin: "Alch Eulen un geites Zwauteisendvehrzien!". Herzlichen Dank, wir haben verstanden. Also: auf ein gutes neues Jahr!

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