Freizeit Auf dem Weg zur eigenen Marke

Von Reinhold Haring 22.08.2017
„Gaildorf chillt“ lockte zahlreiche Besucher in den Schwäbisch-Fränkischen Wald. Auch Bundestagsabgeordneter Christian von Stetten kam zur Veranstaltung.

Jede Menge Spaß und spannende Attraktionen erwarteten die Besucher am Sonntag bei „Gaildorf chillt“. Im Frühling, im Sommer und im Herbst können Teilnehmer jeder Altersklassen die Landschaft rund um Gaildorf  kennenlernen oder einfach, mit Liegestühlen im Gepäck, chillen. Denn mitten im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald gelegen ging am Sonntag die Veranstaltung zum zweiten Mal in diesem Jahr über die Bühne. Ungewöhnliche Aktionen lockten Besucher aus der ganzen Umgebung an. So ist es nicht verwunderlich, dass der Besucherrekord am Sonntag geknackt wurde. Die Idee zu dem Projekt kam von Gaildorfs Jugendreferentin Pia Dahlinger. Schon lange vor ihrer Zeit in Gaildorf wollte sie etwas für jüngere Leute auf die Beine stellen. Und das ist ihr mit „Gaildorf chillt“ geglückt.

„Es war relativ schnell klar, dass der Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg, der Lotterie Glücksspirale und der Europäischen Union unterstützt wird“, sagt Bernhard Drixler, Geschäftsführer des Naturparks, bei seiner Begrüßung während des Presserundgangs. Die Naturparkförderung deckt einen Teil der Kosten ab. Den restlichen Eigenanteil bestreitet der Projektträger selbst.

„Zahlreiche Besucher aus den angrenzenden Landkreisen waren zu Gast“, meint Bürgermeister Frank Zimmermann. „Gaildorf chillt“ soll zur Marke entwickelt werden, die weit über die Stadt hinaus wirkt.“ Frank Zimmermann begrüßte bei der Presseveranstaltung unter anderem den Bundestagsabgeordneten Christian von Stetten, seinen Amtskollegen Roland Miola aus Fichtenberg und einige Gemeinderatsmitglieder. Das anfängliche Experiment entwickelte sich auf Anhieb zum „Aushängeschild für Stadt und Naturpark“. „Die Stadt will bewegen, dass Kinder und Jugendliche mehr in die freie Natur gehen“, betonte Frank Zimmermann. Er bedankte sich bei allen, die für dieses Projekt verantwortlich sind. Ein besonderer Dank wurde an Pia Dahlinger und Sunni Herzog ausgesprochen.

Umfangreiches Programm

Dass bei „Gaildorf chillt“ wirklich einiges geboten wird, davon konnten sich die Leute beim Rundgang überzeugen. Bernhard Drixler und Pia Dahlinger erläuterten an einigen Stationen, welche Bedeutung diese haben. Bürgermeister Zimmermann und Bundestagsabgeordneter Christian von Stetten probierten einige Dinge persönlich aus. So testeten sie beim „Heu-Way to Hill“ Heuballen als Liegefläche oder  nutzten die Gelegenheit, zusammen mit Bernhard Drixler die Tragfähigkeit einer Drei-Mann-Schaukel – was schiefging – zu testen.

Ein Foto von oben

Bei der Station „Ohne Droooohne no, no, no“ waren dann aber alle für ein Drohnenfoto wieder fit. Verantwortlich für diese Station war ein Profi: Patrick Ortner mit seinem Team von Ortner Media aus Crailsheim. Pippi-Langstrumpf-­­Baum, „Highway to Hill“, Bogenschießen oder die Koboldlesungen des Leipziger Autors Christian von Aster waren weitere Programmpunkte. Bei Naturparkführerin Petra Klinger konnten die Besucher ein „Upcycling“ für Bienen bauen. Hinter dem Programmpunkt „Kopfhörer-Party & Lichtgedöns bauen“ verbargen sich Baumstämme, Garn und Metallstifte, aus denen Objekte entstanden, die in der Dunkelheit leuchteten.  Dazu legten zwei DJs aus Stuttgart auf, die von Pia Dahlinger engagiert worden waren. Im Hängemattenwald konnte man die Seele baumeln lassen und einfach nur, wie es der Name „Gaildorf chillt“ schon sagt, chillen. Musik von Radio StHörfunk verlieh der Atmosphäre noch den letzten Schliff.

Der Zuschauerzahl zufolge war die Veranstaltung im Schwäbisch-Fränkischen Wald ein voller Erfolg. Mittlerweile ist sie aus dem Kalender der Stadt Gaildorf und des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer Wald nicht mehr wegzudenken.