Fichtenberg Wohnen: Auchthalde wieder im Gespräch

Nicht nur Gewerbe-, auch Wohnbauflächen sind in Fichtenberg knapp. Deshalb rückt die Auchthalde, ein Stück kleines Allgäu im Rottal, als potenzielles Baugebiet erneut in den Fokus.
Nicht nur Gewerbe-, auch Wohnbauflächen sind in Fichtenberg knapp. Deshalb rückt die Auchthalde, ein Stück kleines Allgäu im Rottal, als potenzielles Baugebiet erneut in den Fokus. © Foto: hof
Fichtenberg / Brigitte Hofmann 31.07.2018
Dass in Fichtenberg Wohnbauflächen nicht in üppigem Maß zur Verfügung stehen, bereitet der Kommune seit vielen Jahren Kopfzerbrechen. Und bald wird es eng.

Landschaftsschutz- und Überschwemmungsgebiete schränken sowohl Gewerbe- als auch Wohnbauflächen in Fichtenberg erheblich ein. Der Bericht über die Wohnbauflächen und künftigen Entwicklungen war einmal mehr ein emotionales und kontrovers diskutiertes Thema im Gemeinderat. Dies schon deshalb, weil in der vorangegangenen Einwohnerfragestunde Birgit Bayer das Thema Wohnbebauung als Verschandelung der Landschaft schmähte.

Gerade das Thema Auchthalde, das Gebiet, das sich östlich des Friedhofs in Richtung Minicar-Bahn zieht, rief sie auf den Plan. Sie forderte die Ratsleute dazu auf, das „kleine Allgäu“ und den ebenen Wander- und Radweg nach Mittelrot für die älteren Menschen in der Gemeinde auf jeden Fall zu erhalten. Demgegenüber steht das Bedürfnis hauptsächlich junger Familien, an ihrem Heimatort oder in der Nähe ihres Arbeitsplatzes bauen zu dürfen. Im Vorfeld hatte Bürgermeister Roland Miola eine umfangreiche Bestandsaufnahme durchführen lassen, um auch die letzte Baulücke ausfindig zu machen. Demnach sind im Neubaugebiet Waldeck noch zehn Plätze frei, einer im Schwalbenweg, einer in der Stichstraße „Am Pfarrgarten“ und drei am Glattenzainbach. Vom Hofloch aus Richtung Diebach gäbe es noch kleine Flächen, doch da sei erst noch mit den Grundstücksbesitzern zu reden. Altimmobilien seien ebenfalls gefragt, weshalb es im Ort kaum Leerstände gäbe.

Verbandsbaumeister Manfred Sonner hatte zu prüfen, ob eine Erweiterung des Baugebiets Waldeck in nordwestlicher Richtung im Blick auf die Anschlussmöglichkeiten an die Ver- und Entsorgung machbar wäre. Grundsätzlich ja, befand er, allerdings seien die Einzelheiten mit den Versorgern zu klären. Bauwillige in den Teilorten bekommen, sofern sie sich an die Vorschriften halten, keine Steine in den Weg gelegt.

Da sich die Erschließung eines Baugebiets von ersten Gedankenspielen bis zur Realisierung oftmals über Jahre hinzieht, ist die Gemeinde gezwungen, zu handeln. Also kam wieder einmal die Auchthalde ins Gespräch – ein potenzielles Baugebiet, für das ein Bebauungsplan seit Jahren fix und fertig in der Schublade liegt. Doch schon in der Vergangenheit schieden sich daran die Geister. „Wir wollen das miteinander regeln, ohne Streit“, gab Miola vor. Zunächst legte er den Fahrplan fest: Mit den Grundstücksbesitzern reden, die Bürger in der im September angesetzten Bürgerversammlung befragen, die rechtliche Seite klären, sehen, was unterm Strich rauskommt, die Machbarkeit prüfen. Man wolle sich zwar keinesfalls „fremdenfeindlich“ zeigen, sagte er, doch sollten zunächst nur Einheimische oder Bauwillige mit Bezug zu Fichtenberg zum Zug kommen.  Dieser Vorgehensweise stimmte der Gemeinderat zu.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel